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	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers"><channel><title>Nachrichten</title><link></link><description></description><language>de-DE</language><copyright>Diözese Bistum Würzburg</copyright><pubDate>Wed, 12 Aug 2026 17:13:46 +0200</pubDate><lastBuildDate>Wed, 12 Aug 2026 17:13:46 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-73911</guid><pubDate>Mon, 06 Jul 2026 14:07:03 +0200</pubDate><title>Newsletter der KHG Würzburg - 06.07.26</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/aktueller-newsletter-der-khg-wuerzburg-72/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Kann nicht anders, als zu pfeifen –<br />der Morgen, der Wald,<br />so blau!</strong></em></p><p>Ozaki Hōsai (1918)</p><p>Liebe Freund*innen der KHG,</p><p>dieses Haiku ist über hundert Jahre alt. Trotzdem passt es für mich erstaunlich gut in diese Tage. Drei Zeilen genügen, um einen Augenblick festzuhalten, der nachklingt. Kein endloses Scrollen, keine Flut von Bildern, nur ein kurzer Moment, der etwas in mir zum Klingen bringt.</p><p>Ich mag Haikus, diese kleinen Miniaturen in Gedichtform aus Japan. Mit wenigen Worten öffnen sie einen weiten Raum. Sie laden dazu ein, genauer hinzusehen und wahrzunehmen, was im nächsten Moment schon wieder verschwunden sein kann.</p><p>In diesem Haiku steckt für mich eine ansteckende Freude. Jemand geht durch den Wald, nimmt den Morgen wahr und kann gar nicht anders als zu pfeifen. Die Schönheit des Augenblicks bringt etwas in ihm zum Klingen. Das gefällt mir. Denn es erinnert mich daran, wie viel in einem einzigen Moment liegen kann, wenn ich wirklich da bin, verbunden mit mir und dem aktuellen Hier und Jetzt.</p><p>Vielleicht spricht mich das besonders auch jetzt in diesen heißen Tagen an, weil ich mich nach einem kühlen Wald sehne, nach Schatten, nach dem Duft der Bäume und nach einem tiefen Atemzug. Gleichzeitig beginnt für viele von euch die „heiße“ Phase des Semesters. Klausuren, Abgabefristen und Prüfungen bestimmen den Alltag.</p><p>Umso wertvoller werden kleine Unterbrechungen. Zehn Minuten im Park. Ein Windhauch auf dem Fahrrad. Das Licht zwischen den Blättern. Ein gutes Gespräch. Ein Moment, in dem der Kopf zur Ruhe kommt und der Atem wieder tiefer wird.</p><p>Haikus laden mich ein, solche Augenblicke nicht zu übersehen. Sie schulen den Blick für das, was längst da ist. Manchmal genügt genau das, um neue Kraft zu finden und den nächsten Schritt zu gehen.</p><p>Ich wünsche dir für die kommenden Wochen solche Momente des Innehaltens und des Durchatmens. Und vielleicht führt dich dein Weg tatsächlich einmal in den Wald. An einen Ort, an dem du einfach da sein kannst und du deine Lebendigkeit intensiv spürst - und dir zum Pfeifen ist, aus Freude.</p><p>Ich wünsche dir Gelassenheit, Energie und viel Rückenwind für die letzten Wochen des Semesters.</p><p>Viele herzliche Grüße aus dem KHG-Team</p><p>Michael<br />….……………………………………………………</p><p><strong>AKTUELLES</strong><br /><br /><strong>Verabschiedungen</strong><br />Mit dem Sommersemester endet Carolin's Zeit als KHG-Referentin.<br />Wir wollen DANKE sagen für alles, was sie in den letzten 4 Jahren mitgestaltet und bewegt hat.<br />Herzliche Einladung zum Gottesdienst am 05.07. um 18.30 Uhr oder dann im Anschluss zur Begegnung und zum Abschied nehmen.<br />Darüber hinaus verabschieden wir auch Raphael als KHG-Sprecher in diesem Gottesdienst am 05.07.<br />Kommt vorbei! Herzliche Einladung!<br /><br /><strong>Sprecher*innenwahl</strong><br />auch in diesem Semester findet die Sprecher*innenwahl für die Gemeindeleitung (GL) der KHG Würzburg, für das kommende Semester statt.<br />Die Wahl läuft vom 28.06.-05.07.26.<br />Beim Gemeindeforum am 24.06. werden die Kandidat*innen aufgestellt und die Infos und Steckbriefe anschließend auf der KHG-Website veröffentlicht bzw. hängen im KHG-Zentrum aus. Auch über Insta könnt ihr sie euch anschauen.<br />Wahlberechtigt sind alle, die sich der KHG zugehörig und mit ihr verbunden fühlen.<br />Wahlzeitraum: So, 28.06. bis So, 05.07.26<br />Sekretariat: Mo - Mi 9.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr<br />Do + Fr 9.00 - 12.00 Uhr<br />KHG-Zentrum: Mo-Do von 19.00-20.00 Uhr<br />und nach den Gottesdiensten am Sonntag (am 28.06. und 05.07.)<br />Wir laden dazu ein, Euch zu informieren wer zur Wahl steht und freuen uns über Eure Wahlbeteiligung!</p><p><strong>Veggie-Pause - Gemeinsam essen und Raum für Begegnung</strong><br />Jeden Donnerstag gibt es leckeren Auflauf in vegetarisch und vegan – und viel Zeit, um mal so richtig Pause zu machen.<br />Meldet euch gerne bei Kira (<a href="mailto:kira.schmedes@bistumwuerzburg.de">kira.schmedes@bistum-wuerzburg.de</a> ), wenn ihr Lust habt, Teil des Kochteams zu werden oder auch nur einmal dabei zu sein!<br />wöchentlich donnerstags von 12.30–14.00 Uhr, außer an Feiertagen<br /><strong>Letzte Veggie-Pause vor den Semesterferien: Do, 09.07.26!</strong></p><p><strong>Pause! ... in den neuen Räumen am Hubland</strong><br />Vorbeikommen. Durchatmen. Sein.<br />Mitten auf dem Campus am Hubland haben wir einen ganz besonderen Ort – ein Raum für EUCH! Ob kurze Pause zwischen den Vorlesungen, Kreativ-Kick, Ruhe vom Mensa-Trubel oder einfach mal Abstand vom Alltag. Lass die Gedanken an Präsentationen und Deadlines für ein paar Momente hinter Dir.<br />von 13.00-16.00 Uhr<br />Letzter Termin: 08.07.26<br />findest uns im Mensagebäude im 1. Stock (Raum Nr. 01006)<br /><br />….……………………………………………………<br /><br />1. VERANSTALTUNGEN<br />2. SPIRITUELLES - wöchentliche Angebote<br />3. ÖFFNUNGSZEITEN KHG-Sekretariat<br />4. BEGLEITUNG und BERATUNG<br />5. LINKS für weitere Infos und Veranstaltungen, Facebook, Instagram …<br />6. DATENSCHUTZHINWEISE</p><p>….……………………………………………………</p><p>Seid herzlich eingeladen zu unseren<br /><strong>1. VERANSTALTUNGEN</strong><br /><br />Do, 02.07.26, 16.30 Uhr <strong>Lesenachmittag im Grünen</strong><br />Entspannte Lesezeit im Sommer Du möchtest einfach mal abschalten, lesen und zur Ruhe kommen? An drei Nachmittagen im Sommersemester laden wir dich ein, dein eigenes Buch mitzubringen und in gemütlicher Atmosphäre draußen (oder drinnen bei schlechtem Wetter) zu lesen. Wer mag, gibt fürs „Zeitlos-Sein“ das Handy ab und genießt eine Stunde ohne Ablenkung.&nbsp;<br />ORT Klein Nizza (bei Schlechtwetter im Clubraum KHG)<br />jeweils 16.30–17.30 Uhr<br />MITBRINGEN Eigenes Buch</p><p>Sa, 04.07.26, 9.30 Uhr <strong>80 Jahre Nürnberger Prozesse –</strong><br />Exkursion zum Saal 600 in Nürnberg<br />Vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 fand in Nürnberg der „Hauptkriegsverbrecherprozess“ gegen führende Repräsentanten des NS-Staates vor dem Internationalen Militärgerichtshof statt. Das Verfahren hatte maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Völkerrechts bis in die Gegenwart. Bis heute ist der Saal 600 ein Ort der Rechtsprechung. Das nehmen wir zum Anlass, uns vor Ort mit diesem Teil der Geschichte auseinanderzusetzen.<br />Abfahrt: 9.30 Uhr, Rückkehr: ca. 15.00 Uhr<br />TN-GEBÜHR 10 €/20 € (Studierende/Verdiener*innen) inkl. Eintritt, 2-stündige Führung mit Gespräch<br />ANMELDUNG für Restplätze noch möglich!! Bitte über dieses <a href="https://www.khg-wuerzburg.de/anmeldung/" target="_blank">Anmeldeformular</a><br />der unter khg@bistum-wuerzburg.de, nähere Infos nach Anmeldung<br />Veranstaltet vom Ethik-AK in Kooperation mit der KEB Kath. Erwachsenenbildung Würzburg</p><p>Sa, 04.07.26, 20.00 Uhr/ So, 05.07.26, 17.00 Uhr <strong>Monteverdichor-Konzert:</strong><br />Arthur Honegger &quot;Totentanz&quot; &amp; &quot;Judith&quot;&nbsp;<br />mit der Vogtland Philharmonie<br />ORT Neubaukirche</p><p>Di, 07.07.26, 19.30 Uhr <strong>Sommerkonzert der Chicken Swings Bigband</strong><br />in der KHG - Eintritt frei</p><p>Do, 09.07.26, 12.30 <strong>Letzte Veggie-Pause vor der Sommerpause:</strong><br />von 12.30-14.00 Uhr leckeres vegetarisches Mittagessen und danach die Möglichkeit, sich zu entspannen - Ein Angebot für Studierende.<br /><br />Do, 09.07.26, 18.30 Uhr <strong>„Ja klar, äh Nein, ich meine vielleicht?“ - Entscheidungen treffen mit dem inneren Team</strong><br />Du trägst eine Entscheidung mit Dir herum und kommst innerlich immer wieder an den selben Punkt zurück? Ganz gleich, ob es um Studium, Wohnen, Beziehungen oder Zukunftspläne geht – manchmal ist einfach nicht klar, welche Richtung sich wirklich richtig anfühlt. In diesem Workshop arbeiten wir mit der Methode&nbsp;des „Inneren Teams“ und geben Dir Raum, Deine mitgebrachte Entscheidung aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und zu sortieren – ganz in Deinem Tempo.<br />Do, 09.07.26, 18.30–20.30 Uhr<br />ANMELDUNG Anmeldung bis 07.07.26 bitte mit diesem <a href="https://www.khg-wuerzburg.de/anmeldung/" target="_blank">Anmeldeformular</a><br />oder unter khg@bistum-wuerzburg.de<br />TN-GEBÜHR 5 €<br />VERANTWORTLICH Psychologisches Beratungsteam, Hanna Haag, Tina Rottmann<br />In Kooperation mit der KEB Kath. Erwachsenenbildung Würzburg</p><p>Sa, 11.07.26, 16.00 Uhr <strong>Sommerkonzert RamaLamas-Chor</strong><br />in der KHG - Eintritt frei</p><p>Sa, 11.07.26, 19.00 Uhr <strong>Sommerkonzert KHG-Chor</strong><br />in der St. Johannis-Kirche, Hofstallstr. - Eintritt frei</p><p>So, 12.07.26, 19.00 Uhr <strong>Ökumenischer Semesterabschlussgottesdienst</strong><br />in der ESG<br /><br />Mi, 15.07.26, 20.00 Uhr <strong>Wandeln - Meditation im Domkreuzgang</strong><br /><em>Einfach gehen</em><br />Seit Jahrhunderten sind Kreuzgänge Orte des Innehaltens, architektonische Räume der Stille mitten im Trubel der Stadt. Der historische Kreuzgang des Doms lädt ein zu einem meditativen Abend in Bewegung, um zur Ruhe zu kommen und den eigenen Schritten nachzuspüren. Durch achtsames Gehen und einfache Übungen entsteht Raum für &nbsp;Sammlung und Erdung. Eine Einladung, sich zu zentrieren – ganz im Augenblick, ganz bei sich.<br /><strong>Mi, 15.07.26, 20.00-21.15 Uhr</strong><br />Ort: Kreuzgang des Domes<br />Treffpunkt: Platz vor dem Burkardushaus, Am Bruderhof 2<br />Leitung: Michael Ottl<br />Kostenfrei<br />Anmeldung bis 13.07.26 unter <a href="mailto:michael.ottl@bistum-wuerzburg.de">michael.ottl@bistum-wuerzburg.de</a><br />In Kooperation mit der KHG und KEB Kath. Erwachsenenbildung Würzburg</p><p>….……………………………………………………</p><p><strong>2. SPIRITUELLES</strong><br /><br /><strong>Montags-Meditation</strong><br />jeden Montag um 19.00 Uhr in der KHG-Kapelle</p><p><strong>Dienstags-Meditation</strong> bei den Franziskanerinnen sf, anschl. Frühstück<br />jeden Dienstag um 7.30 Uhr in der Salvatorstraße 18<br /><br /><strong>Taizé-Gebet</strong><br />jeden Dienstag um 19.30 Uhr in der KHG-Kapelle<br /><br /><strong>KHG-Sonntagsgottesdienst</strong><br />jeden Sonntag um 18.30 Uhr<br /><br /><strong>Moonlight Mass</strong><br />jeden Sonntag um 21.00 Uhr in der Augustinerkirche</p><p>….……………………………………………………</p><p><strong>3. ÖFFNUNGSZEITEN KHG-Verwaltung</strong></p><p>Mo - Mi von 9.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr&nbsp;<br />Do + Fr von 9.00 - 12.00 Uhr<br /><br /><strong>KHG-SOMMERPAUSE</strong><br />ab 31.07.-06.09.26 ist die Verwaltung und das KHG-Zentrum geschlossen.<br />Ab 07.09.25 wieder reguläre Bürozeiten.<br />................................................................................</p><p><strong>4. BEGLEITUNG und BERATUNG in der KHG</strong><br />• Raum für dich und deine Themen&nbsp;<br />• Begleitung auf der Suche nach neuen Perspektiven<br />• Platz für deine persönliche Entwicklungs- und Lebensgeschichte<br />• Aufmerksamkeit für Alltags-, Zukunfts- und Beziehungsfragen<br /><a href="https://www.khg-wuerzburg.de/beratung-gespraech/" target="_blank">Kontakt</a> zu KHG-Referent*innen oder Psychologisches Beratungsteam der KHG</p><p>.............................................................................…</p><p><strong>5. LINKS für weitere Infos und Veranstaltungen ...&nbsp;</strong><br />auf der Homepage: <a href="https://www.khg-wuerzburg.de" target="_blank">www.khg-wuerzburg.de</a>&nbsp;<br />auf Facebook: <a href="https://www.facebook.com/khg.wuerzburg" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.facebook.com/khg.wuerzburg</a>&nbsp;&nbsp;<br />auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/khg_wuerzburg/?hl=de" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.instagram.com/khg_wuerzburg/?hl=de</a>&nbsp;</p><p>.............................................................................…<br /><br /><strong>6. Hinweise zum DATENSCHUTZ:&nbsp;</strong><br /><br />&quot;Wir verarbeiten die von Ihnen zur Verfügung gestellten personenbezogenen Daten (z.B.&nbsp;E-Mail-Adresse, Telefonnummer, weitere Kontakt- und Adressdaten, sowie ggf. in Ihrer&nbsp;Mitteilung enthaltene personenbezogene Daten) zur Durchführung vorvertraglicher&nbsp;Maßnahmen oder zur Vertragserfüllung nach den Vorschriften des Gesetzes über den&nbsp;Kirchlichen Datenschutz (&quot;KDG&quot;). Nähere Informationen finden Sie unter <a href="https://www.bistumwuerzburg.de/service/datenschutzerklaerung…&quot;" target="_blank" rel="noreferrer">www.bistumwuerzburg.de/service/datenschutzerklaerung…&quot;</a>&nbsp;<br />Nach den gesetzlichen Vorschriften haben Sie das Recht auf Auskunft über die Sie&nbsp;betreffenden personenbezogenen Daten (§ 17 KDG) und in bestimmten Fällen das Recht&nbsp;auf Berichtigung (§ 18 KDG) oder Löschung (§ 19 KDG) oder auf Einschränkung der Verarbeitung (§ 20 KDG) sowie auf Widerspruch (§ 23 KDG).<br /><br /><strong>Datenschutzbeauftragte</strong><br /><br />Datenschutzaufsicht für die bayerischen (Erz-)Diözesen<br />Vordere Sterngasse 1<br />90402 Nürnberg<br />Tel.: 0911 477740 50 | Fax: 0911 477740 59<br />E-Mail: <a href="mailto:post@kdsz.bayern">post@kdsz.bayern</a><br />Internet: <a href="http://www.kdsz.bayern/" target="_blank" rel="noreferrer">kdsz.bayern</a><br /><br /><strong>Betriebliche Datenschutzbeauftragte für die Diözese Würzburg:</strong><br /><br />Diözese Würzburg KdöR<br />Stabsstelle Datenschutz<br />Sterngasse 16<br />97070 Würzburg<br />Tel.: 0931 386 13450<br />E-Mail: <a href="mailto:datenschutz@bistum-wuerzburg.de">datenschutz@bistum-wuerzburg.de</a></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-72729</guid><pubDate>Tue, 26 May 2026 15:15:00 +0200</pubDate><title>Fortsetzung der Würzburger Woche gegen Rassismus unklar: Statement der KHG Gemeindeleitung</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/fortsetzung-der-wuerzburger-woche-gegen-rassismus-unklar-statement-der-khg-gemeindeleitung/</link><description>Mit großer Betroffenheit haben wir als Gemeindeleitung der Katholischen Hochschulgemeinde Würzburg die Mitteilung aufgenommen, dass die Würzburger Woche gegen Rassismus ab diesem Jahr vorerst nicht mehr stattfinden wird.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Würzburg, im Mai 2026</p><p><font face="Arial, sans-serif">Liebe Verantwortliche und Engagierte der Würzburger Woche gegen Rassismus,</font></p><p><font face="Arial, sans-serif">mit großer Betroffenheit haben wir als Gemeindeleitung der Katholischen Hochschulgemeinde Würzburg eure Mitteilung aufgenommen, dass die Würzburger Woche gegen Rassismus ab diesem Jahr vorerst nicht mehr stattfinden wird.</font></p><p><font face="Arial, sans-serif">Die Nachricht kam für uns überraschend und vielleicht macht uns gerade das zusätzlich traurig: Dass das mögliche Ende so plötzlich öffentlich wurde, dass kaum Zeit geblieben ist, gemeinsam nach Wegen zu suchen, wie diese wichtige Initiative hätte weitergetragen oder unterstützt werden können. Denn schon jetzt ist spürbar: Die Würzburger Woche gegen Rassismus wird in unserer Stadt fehlen!</font></p><p><font face="Arial, sans-serif">Über viele Jahre hinweg habt Ihr mit großem Engagement, mit Beharrlichkeit und mit viel Herzblut einen Raum geschaffen, der weit über einzelne Veranstaltungen hinausgewirkt hat. Ihr habt Menschen zusammengebracht, Gespräche angestoßen, Perspektiven eröffnet und ein sichtbares Zeichen gesetzt gegen Rassismus, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit. Gerade in gesellschaftlichen Zeiten, in denen demokratisches Miteinander und Solidarität nicht selbstverständlich sind, war eure Arbeit von unschätzbarem Wert.</font></p><p><font face="Arial, sans-serif">Die Würzburger Woche gegen Rassismus war dabei nicht nur ein jährliches Programm, sondern ein Ausdruck gelebter Verantwortung für eine offene und menschenwürdige Stadtgesellschaft. Ihr habt gezeigt, dass Haltung sichtbar werden kann - durch Begegnung, Kultur, Bildung und gemeinsames Engagement. Dafür gebührt euch große Anerkennung.</font></p><p><font face="Arial, sans-serif">Auch wir als KHG Würzburg haben die Woche in den vergangenen Jahren als wichtigen und bereichernden Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Würzburg erlebt. Besonders dankbar blicken wir dabei auf die gemeinsame Zusammenarbeit in der Vergangenheit zurück: Die Kooperationen mit der Würzburger Woche gegen Rassismus haben wir stets als bereichernd, inspirierend und von gegenseitigem Vertrauen getragen erlebt. Viele Menschen wurden durch eure Veranstaltungen ermutigt, sensibilisiert und miteinander in Verbindung gebracht.</font></p><p><font face="Arial, sans-serif">Als Hochschulgemeinde fühlen wir uns eurem Anliegen weiterhin eng verbunden: dem Einsatz für Menschenwürde, Vielfalt, Respekt und ein solidarisches Zusammenleben. Gerade weil wir die bisherige Zusammenarbeit als so wertvoll erlebt haben, möchten wir nicht nur Danke sagen, sondern auch deutlich machen: Sollten sich Möglichkeiten ergeben, das Ende der Würzburger Woche gegen Rassismus doch noch abzuwenden oder neue Wege für ein Weiterbestehen zu finden, stehen wir gerne weiterhin als Unterstützerin und Kooperationspartnerin an eurer Seite.</font></p><p><font face="Arial, sans-serif">Für alles, was ihr in den vergangenen Jahren aufgebaut und getragen habt, sagen wir von Herzen </font><font face="Arial, sans-serif">DANKE</font><font face="Arial, sans-serif">!</font></p><p><font face="Arial, sans-serif">Die Gemeindeleitung der<br />Katholischen Hochschulgemeinde Würzburg</font></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-72310</guid><pubDate>Thu, 07 May 2026 09:59:14 +0200</pubDate><title>Newsletter der KHG Würzburg - 07.05.26</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/newsletter-der-khg-wuerzburg-070526/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Studierende und Freund*innen der KHG Würzburg,</p><p>neulich ist mir bei einer Bildersuche eine Instagram-Seite angezeigt worden, an die ich seither immer wieder denken muss.&nbsp;<br />Für diesen Newsletter habe ich sie wieder einmal aufgerufen.&nbsp;<br />Unter der Überschrift kreideaufbeton veröffentlicht ein*e Künstler*in - vermutlich in Regensburg verortet - Fotos von Botschaften, die mit Kreide irgendwo auf Betonpfeiler, Straßenbelag, Mauerstücke, Pflastersteine oder größere Felsbrocken gemalt wurden - bunt, auffällig, in unterschiedlichen Schriftarten und vergänglich, aber deswegen nicht weniger erfreulich ermutigend.</p><p>Da sind Worte zu lesen wie: „UND ES WIRD TROTZDEM WIEDER SOMMER WERDEN“ oder der Satzanfang „AUCH WENN EIGENTLICH ALLES DAGEGEN SPRICHT“, der zum Weiterformulieren einlädt oder „UND VIELLEICHT MUSST DU DICH GAR NICHT NOCH MEHR ANSTRENGEN“ oder „SONNENSCHEIN HEISST ÜBERSETZT ÜBRIGENS HOFFNUNG“.&nbsp;<br />Es sind Worte, die wie Bestärkungen im Alltag wirken - ganz lebensnah und auch nah an den ganz kleinen und den ganz großen Themen des Lebens dran.&nbsp;</p><p>Irgendwie finde ich es eine schöne Vorstellung, dass es da eine Person gibt, die solche Botschaften auf ganz gewöhnliche Wege malt - für sich selbst und für andere - vielleicht auch für mich - und damit das Leben für einen Augenblick, für die, die die Worte lesen, ein wenig heller macht. Und ich bin dieser Person, die ich ja gar nicht kenne, dankbar und fühle mich ihr auf einmal sehr verbunden.&nbsp;<br /><br />Ja, und dann komme ich ins Überlegen, welche Botschaften ich gerne auf meinen ganz gewöhnlichen Wegen durch den Alltag lesen und mitnehmen würde und welche ich vielleicht gerne selbst hinterließe - für mich und für andere.</p><p>Vielleicht inspirieren Euch diese Gedanken ja auch dazu, Botschaften in Eurem Alltag zu suchen oder zu hinterlassen, sei es in der Art und Weise, wie Ihr in den Tag geht oder anderen Menschen und Situationen begegnet, oder vielleicht auch in gesagten oder geschriebenen Worten - vielleicht ja auch mit Kreide auf Beton.&nbsp;</p><p>Egal wie Ihr diese ermutigenden und bestärkenden Botschaften entdeckt oder wie Euch diese erreichen, wir wünschen Euch viele davon, im Kleinen wie im Großen.&nbsp;</p><p>Mit Grüßen vom gesamten KHG-Team<br />Elisabeth Wöhrle sf<br />&nbsp;</p><p><strong>AKTUELLES</strong><br /><br /><strong>Veggie-Pause - Gemeinsam essen und Raum für Begegnung</strong><br />Jeden Donnerstag gibt es leckeren Auflauf in vegetarisch und vegan – und viel Zeit, um mal so richtig Pause zu machen.<br />Meldet euch gerne bei Kira (<a href="mailto:kira.schmedes@bistumwuerzburg.de">kira.schmedes@bistumwuerzburg.de</a> ), wenn ihr Lust habt, Teil des Kochteams zu werden oder auch nur einmal dabei zu sein!<br />wöchentlich donnerstags von 12.30–14.00 Uhr, außer an Feiertagen<br /><br /><strong>Pause! ... in den neuen Räumen am Hubland</strong><br /><em>Vorbeikommen. Durchatmen. Sein.</em><br />Mitten auf dem Campus am Hubland haben wir einen ganz besonderen Ort – ein Raum für EUCH! Ob kurze Pause zwischen den Vorlesungen, Kreativ-Kick, Ruhe vom Mensa-Trubel oder einfach mal Abstand vom Alltag. Lass die Gedanken an Präsentationen und Deadlines für ein paar Momente hinter Dir.<br />von 13.00-16.00 Uhr<br /><strong>Nächste Termine im Mai:<br />Do, 07.05. / Mi, 13.05. / Mi, 20.05. / Mi, 27.05.</strong><br />Du findest uns im Mensagebäude im 1. Stock (Raum Nr. 01006)<br /><br /><strong>Deutscher Katholik*innentag in Würzburg 13.05.-17.05.26<br />HAB MUT – STEH AUF! KATHOLIKENTAG IN WÜRZBURG&nbsp;</strong><br />Auch die KHG ist einer der vielen Veranstaltungsorte!<br />Für fünf Tage kommen viele Katholik*innen und Gläubige aller Konfessionen und vieler Religionen aus Deutschland, Europa und der Welt in Würzburg zusammen, um gemeinsam zu beten, zu diskutieren und zu feiern. Gottesdienste, große und kleine Podien, Werkstätten, Konzerte, Ausstellungen, Theater und vieles mehr erwarten die Besucher*innen.<br /><a href="https://www.khg-wuerzburg.de/katholikentag26/" target="_blank">Hier</a> findest Du unsere Tipps &amp; Empfehlungen für Dich:<br />- Interessantes im KHG-Zentrum, Hofstallstr. 4<br />- Tipps von Studies für Studies<br />- Unsere Tipps &amp; Empfehlungen für Dich<br />- Tipps für dein individuelles Programm<br /><br />….……………………………………………………<br /><br />1. VERANSTALTUNGEN<br />2. SPIRITUELLES - wöchentliche Angebote<br />3. ÖFFNUNGSZEITEN KHG-Sekretariat<br />4. BEGLEITUNG und BERATUNG<br />5. LINKS für weitere Infos und Veranstaltungen, Facebook, Instagram …<br />6. DATENSCHUTZHINWEISE</p><p>….……………………………………………………</p><p>Seid herzlich eingeladen zu unseren<br /><strong>1. VERANSTALTUNGEN</strong><br /><br />Mi, 06.05.26, 19.30 Uhr, <strong>Grenzen der Menschlichkeit – Zum Stand der Seenotrettung auf dem Mittelmeer</strong><br />Vortragsabend mit anschließendem Gespräch Sea-Eye kämpft auf der tödlichsten Fluchtroute der Welt gegen das Ertrinken und den Verlust von Menschenleben auf See. Kai Echelmeyer ist erfahrener Seenotretter und Vorstandsmitglied von Sea-Eye.&nbsp;Er berichtet an diesem Abend von seinem letzten Einsatz auf der SEA-EYE 5.&nbsp;<br />Anhand von aufbereitetem Bildmaterial gibt er einen persönlichen und nahbaren Einblick in den konkreten Rettungseinsatz. Außerdem wird es um die aktuellen Herausforderungen&nbsp;der zivilen Seenotrettung gehen – von bewaffneten Milizen über politische Blockaden&nbsp;bis hin zu weit entfernten Häfen.&nbsp;<br />REFERENT Kai Echelmeyer (Sea-Eye)<br />ORT KHG<br />In Kooperation mit sea-eye Würzburg, Würzburger Flüchtlingsrat, Amnesty International Hochschulgruppe Wü, Omas gegen Rechts und der KEB Kath. Erwachsenenbildung Würzburg<br /><br /><strong>Schon wieder Alarm in der Bücherei</strong><br />Ein Escape-Room-Abenteuer in der Stadtteilbücherei Hubland (für Rätselfreund*innen ab 16 Jahren)<br />Wir bieten Euch ein ca. 1,5-stündiges Escape-Room-Abenteuer in Gruppen für bis zu&nbsp;6 Personen zu unterschiedlichen Zeit-Slots. Ihr könnt Euch allein oder auch mit mehreren Personen anmelden. Gruppen mit weniger als 6 Personen werden gegebenenfalls mit&nbsp;weiteren Personen aufgefüllt.&nbsp;<br /><strong>So, 10.05.26, 9.00 Uhr wenige Restplätze&nbsp;</strong>(bitte gebt bei der Anmeldung einen Wunschtermin und mindestens zwei weitere Slots an, an welchen Ihr teilnehmen könnt)<br />ORT Stadtteilbücherei Hubland (Rottendorfer Straße 71, 97074 Würzburg)<br />veranstaltet vom Team der Stadtteilbücherei Hubland, KHG und Team Kirche am Hubland e.V. ANMELDUNG unter <a href="mailto:zweigstelle.hubland@stadt.wuerzburg.de">zweigstelle.hubland@stadt.wuerzburg.de</a> oder direkt an der Theke der Stadtteilbücherei Hubland<br /><br /><strong>So, 10.05.26, 11.00 Uhr Kreativ-Tag</strong><br />Gemeinsam werden wir Beutel und Patches bedrucken und neue Wegweiser zu den Places of Isolation für die Innenstadt bauen.<br />Du hast eigene Kleidung oder Stoffe, die du verschönern möchtest? Bring sie gerne mit!<br />Außerdem wollen wir zusammen Ideen sammeln und Aktionen für den World Refugee Day am 20.06.26 planen.<br />Wir sind von 11 bis 18 Uhr da – kommt einfach vorbei, wann es euch passt.<br />Für veganes Essen und Getränke ist gesorgt.<br />Wir freuen uns auf einen kreativen, inspirierenden Tag mit euch!<br />ORT KHG, Hofstallstr. 4<br />Veranstaltet von der <a href="https://www.instagram.com/seebrueckewue/" target="_blank" rel="noreferrer">Seebrücke Würzburg</a></p><p>So, 17.05.26, 17.00 Uhr<strong> Monteverdichor-Konzert - Mahler II &quot;Auferstehungssinfonie&quot;</strong><br />Christiane Libor, Sopran / Renée Morloc, Mezzosopran<br />Vogtland Philharmonie<br />ORT Neubaukirche&nbsp;<br /><br />Di, 19.05.26, 16.00 Uhr <strong>Asyl-AK Spieletreff - Treffen für Interessierte</strong><br />Wir sind auf der Suche nach Menschen, die Lust haben das&nbsp;Kinderangebot in der GU in der Veitshöchheimer Straße mitzugestalten/ zu&nbsp;unterstützen. Du arbeitest gerne mit Kindern und hast dienstags von&nbsp;<br />16.30-18.30 Uhr Lust und Zeit mit Kindern aus der GU zu spielen, kreativ&nbsp;künstlerisch zu werden, mit ihnen was sportliches zu machen, zu lesen&nbsp;oder Hausaufgaben zu machen oder bringst noch eigene Ideen mit? Es wäre&nbsp;toll wenn du wöchentlich oder mindestens 1 mal im Monat committed dabei&nbsp;sein kannst. Melde dich gerne!&nbsp;<br />Kontakt: <a href="mailto:info-kindertreff@proton.me">info-kindertreff@proton.me</a>, (bitte unbedingt vorher Kontakt aufnehmen)&nbsp;<br />Ort: Gemeinschaftsunterkunft in der Veitshöchheimer Str. 100<br /><br />Di, 19.05.26, 19.00 Uhr <strong>Blade Runner - Filmabend</strong><br />Gezeigt wird der Science-Fiction-Klassiker Blade Runner (auf Englisch mit deutschen Untertiteln).<br />In einer düsteren Zukunft jagt ein Polizist künstlich erschaffene Menschen – doch bald stellt sich die Frage: Worin unterscheiden sie sich eigentlich noch von uns? Der Film verbindet Spannung mit Fragen über Menschlichkeit, künstliche Intelligenz und darüber, was ein Leben und eine Gesellschaft wertvoll machen.<br />Im Anschluss laden wir zu einer offenen, moderierten Diskussion ein – ganz entspannt und ohne Vorkenntnisse – um gemeinsam über die Eindrücke des Films ins Gespräch zu kommen.<br />ORT Max-Scheer-Hörsaal (Hörsaal 1), Hubland Campus Süd Naturwissenschaftl. Hörsaalbau, 97074 WÜ<br />KOSTEN 2,50 € für Studierende<br />veranstaltet vom Ethik-AK der KHG u. d. Filmclub Würzburg (Hörsaalkino an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg)<br /><br />Fr, 22.05.26, 19.00 Uhr <strong>AbendStille</strong><br /><em>Mit Körper und Geist zur Ruhe kommen</em><br />Am Ende der Arbeitswoche einen Moment bewusst innehalten und mit einfachen Achtsamkeitsübungen und Meditation ganz bei sich selbst ankommen. In ruhiger Atmosphäre kann Körper und Geist Entspannung erfahren – ganz ohne Vorkenntnisse. Eine wertvolle Auszeit, um Kraft zu tanken und sich auf das Wochenende einzustimmen.&nbsp;<br />Ort: Thomas-Morus-Kapelle der Kath. Hochschulgemeinde, Hofstallstraße 4<br />Leitung: Michael Ottl<br />Ohne Anmeldung<br />In Kooperation mit der Kath. Hochschulgemeinde und der KEB Kath. Erwachsenenbildung Würzburg&nbsp;<br /><br />Mi, 27.05.26, 17.00 Uhr <strong>Fahrrad-Reparatur-Workshop</strong><br />Dein Fahrrad streikt, die Bremse quietscht oder der Reifen ist platt? Kein Grund zum Schieben! In unserem kompakten Workshop lernst du, wie du dein Bike mit einfachen Handgriffen selbst wieder fit machst:<br />Check-up: Was klappert da eigentlich? Wir prüfen Bremsen, Licht und Kette.<br />Erste Hilfe beim Platten: Reifen flicken und Schlauch wechseln – ohne Panik.<br />Saubere Sache: Kette richtig reinigen und ölen, damit es wieder rollt.<br />Feintuning: Bremsen nachstellen und Schaltung optimieren.<br />Was du brauchst: Dein eigenes Fahrrad und Kleidung, die auch mal einen Ölfleck vertragen kann. Werkzeug haben wir vor Ort!<br />von 17.00–19.00 Uhr<br />ANLEITUNG Richard Hübner<br />ORT KHG<br />ANMELDUNG bis 25.05.26 bitte über dieses <a href="https://www.khg-wuerzburg.de/anmeldung/" target="_blank">Anmeldeformular</a><br />oder unter khg@bistum-wuerzburg.de&nbsp;<br />In Kooperation mit der KEB Kath. Erwachsenenbildung Würzburg&nbsp;<br /><br />….……………………………………………………</p><p><strong>2. SPIRITUELLES</strong><br /><br /><strong>Montags-Meditation</strong><br />jeden Montag um 19.00 Uhr in der KHG-Kapelle&nbsp;<br /><br /><strong>Dienstags-Meditation</strong> bei den Franziskanerinnen sf, anschl. Frühstück<br />jeden Dienstag um 7.30 Uhr in der Salvatorstraße 18<br /><br /><strong>Taizé-Gebet</strong><br />jeden Dienstag um 19.30 Uhr in der KHG-Kapelle<br /><br /><strong>KHG-Sonntagsgottesdienst</strong><br />jeden Sonntag um 18.30 Uhr<br /><br /><strong>Moonlight Mass</strong><br />jeden Sonntag um 21.00 Uhr in der Augustinerkirche</p><p>….……………………………………………………</p><p><strong>3. ÖFFNUNGSZEITEN KHG-Verwaltung</strong><br />Mo - Mi von 9.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr&nbsp;<br />Do + Fr von 9.00 - 12.00 Uhr</p><p>.................................................................................</p><p><strong>4. BEGLEITUNG und BERATUNG in der KHG</strong><br />• Raum für dich und deine Themen<br />• Begleitung auf der Suche nach neuen Perspektiven<br />• Platz für deine persönliche Entwicklungs- und Lebensgeschichte<br />• Aufmerksamkeit für Alltags-, Zukunfts- und Beziehungsfragen<br /><a href="https://www.khg-wuerzburg.de/beratung-gespraech/" target="_blank">Kontakt</a> zu KHG-Referent*innen oder Psychologisches Beratungsteam der KHG</p><p>.............................................................................…</p><p><strong>5. LINKS</strong> für weitere Infos und Veranstaltungen ...<br />auf der Homepage: <a href="https://www.khg-wuerzburg.de" target="_blank">www.khg-wuerzburg.de</a>&nbsp;<br />auf Facebook: <a href="https://www.facebook.com/khg.wuerzburg" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.facebook.com/khg.wuerzburg</a>&nbsp; /<br />auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/khg_wuerzburg/?hl=de" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.instagram.com/khg_wuerzburg/?hl=de</a>&nbsp;</p><p>.............................................................................…<br />&nbsp;</p><p><strong>6. Hinweise zum DATENSCHUTZ:&nbsp;</strong><br />&quot;Wir verarbeiten die von Ihnen zur Verfügung gestellten personenbezogenen Daten (z.B.&nbsp;E-Mail-Adresse, Telefonnummer, weitere Kontakt- und Adressdaten, sowie ggf. in Ihrer&nbsp;Mitteilung enthaltene personenbezogene Daten) zur Durchführung vorvertraglicher&nbsp;Maßnahmen oder zur Vertragserfüllung nach den Vorschriften des Gesetzes über den&nbsp;Kirchlichen Datenschutz (&quot;KDG&quot;). Nähere Informationen finden Sie unter <a href="https://www.bistumwuerzburg.de/service/datenschutzerklaerung…&quot;" target="_blank" rel="noreferrer">www.bistumwuerzburg.de/service/datenschutzerklaerung…&quot;</a>&nbsp;<br />Nach den gesetzlichen Vorschriften haben Sie das Recht auf Auskunft über die Sie&nbsp;betreffenden personenbezogenen Daten (§ 17 KDG) und in bestimmten Fällen das Recht&nbsp;auf Berichtigung (§ 18 KDG) oder Löschung (§ 19 KDG) oder auf Einschränkung der&nbsp;Verarbeitung (§ 20 KDG) sowie auf Widerspruch (§ 23 KDG).<br /><br /><strong>Datenschutzbeauftragte</strong><br /><br />Datenschutzaufsicht für die bayerischen (Erz-)Diözesen<br />Vordere Sterngasse 1<br />90402 Nürnberg<br />Tel.: 0911 477740 50 | Fax: 0911 477740 59<br />E-Mail: <a href="mailto:post@kdsz.bayern">post@kdsz.bayern</a><br />Internet: <a href="http://www.kdsz.bayern/" target="_blank" rel="noreferrer">kdsz.bayern</a><br /><br /><strong>Betriebliche Datenschutzbeauftragte für die Diözese Würzburg:</strong><br /><br />Diözese Würzburg KdöR<br />Stabsstelle Datenschutz<br />Sterngasse 16<br />97070 Würzburg<br />Tel.: 0931 386 13450<br />E-Mail: <a href="mailto:datenschutz@bistum-wuerzburg.de">datenschutz@bistum-wuerzburg.de</a></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-67930</guid><pubDate>Wed, 08 Oct 2025 08:00:00 +0200</pubDate><title>Katholische Akademikerseelsorge wird zu zwischen:zeit  </title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/katholische-akademikerseelsorge-wird-zu-zwischenzeit/</link><description>Neuer Name für die Angebote für Menschen nach dem Studium in der Katholischen Hochschulgemeinde Würzburg</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">Würzburg, 08.10.2025 - Die Angebote für Menschen nach dem Studium in der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) Würzburg treten ab sofort unter dem neuen Namen zwischen:zeit auf. Das neue Label für die Katholische Akademikerseelsorge wirkt zeitgemäßer, will Barrieren, die der bisherige Name mit sich brachte, abbauen und fasst die Angebote stimmig zusammen. Verantwortlich für das Programm ist KHG-Referent Michael Ottl. Die zwischen:zeit bietet Zeiträume für Menschen, die neugierig sind auf das Leben und auf sich selbst. Hier öffnen sich Räume für Stille und Austausch, für Fragen und Inspiration, für Begegnung mit anderen und mit dem, was dem Leben Tiefe gibt.</span></font></font></span></strong></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">Der neue Name für die <i>KAS - Katholische Akademikerseelsorge</i></span></font></font><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt"> wurde in den letzten Monaten entwickelt. Grundlage war der Wunsch nach einem neuen Label, das offener </span></font></font><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">klingt und </span></font></font><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">mit dem man sich leichter identifizieren kann. Ein Name, der </span></font></font><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">im Vergleich zur herkömmlichen Bezeichnung </span></font></font><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">weniger Barrieren aufbaut und die Angebote </span></font></font><font color="#000000"><span style="font-size:12pt">deutlicher widerspiegel</span></font><font color="#000000"><span style="font-size:12pt">t.</span></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt"><b>Bewährte Angebotspalette unter neuem Namen </b></span></font></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt"><font color="#000000">Michael Ottl </font><font color="#000000">gestaltet d</font><font color="#000000">as Programm der </font><font color="#000000"><i><b>zwischen:zeit</b></i></font><font color="#000000">. Ottl </font><font color="#000000">(54) </font><font color="#000000">ist Diplom Theologe </font><font color="#000000">und </font><font color="#404040">Systemischer </font><font color="#404040">Einzel-, Paar- und Familientherapeut</font><font color="#000000">. </font><font color="#000000">Er ist seit </font><font color="#000000">2000</font><font color="#000000"> beim Bistum Würzburg tätig und leitet die </font><font color="#000000">Katholische Akademikerseelsorge </font><font color="#000000">seit </font><font color="#000000">1</font><font color="#000000">7</font><font color="#000000"></font><font color="#000000">Jahren</font><font color="#000000">: „</font><font color="#000000">Der neue Name </font><font color="#000000"><i>zwischen:zeit </i></font><font color="#000000">mit dem Untertitel </font><font color="#000000"><i>begegnung · stille · inspiration </i></font><font color="#000000">steht für das, worum es bei meinen Angeboten geht: Orte und Zeiten, in denen man nicht funktionieren muss. Momente, die nicht auf ein Ergebnis zielen, sondern auf Begegnung, Innehalten, auf spirituelle Weite. </font><font color="#000000">Es geht </font><font color="#000000">um Räume und Momente, in denen man bei sich ankommen kann - in der Stille, in der Natur, in der Begegnung mit anderen oder durch kulturelle </font><font color="#000000">und </font><font color="#000000">spirituelle Impulse.“</font></span></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt"><b>Spiritualität, die im Alltag trägt </b></span></font></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt"><font color="#000000">Seit </font><font color="#000000">2004 </font><font color="#000000">r</font><font color="#000000">ichtet sich die </font><font color="#000000">Katholische Akademikerseelsorge </font><font color="#000000">dezidiert an </font><font color="#000000">Menschen, die ihr Studium abgeschlossen haben, an </font><font color="#000000">den Würzburger </font><font color="#000000">Hochschulen promovieren, als wissenschaftliche Mitarbeiter</font><font color="#000000">*</font><font color="#000000">innen tätig sind oder als Dozent:innen arbeiten. </font><font color="#000000">Willkommen sind alle Menschen, die neugierig sind auf das </font><font color="#000000">Leben und auf sich selbst. </font><font color="#000000">Zu den Angeboten zählen zudem regelmäßige </font><font color="#000000">spirituelle Angebote (Meditation, Moonlight Mass mit Jazz) </font><font color="#000000">sowie Möglichkeiten zu Gesprächen und Begleitung. </font><font color="#000000">„Meine Arbeit lebt von Zwischenräumen: Orte und Zeiten, </font><font color="#000000">die die Möglichkeit bieten, </font><font color="#000000">zwischen beruflichen Anforderungen und privaten Verpflichtungen durchzuatmen, </font><font color="#000000">zur Ruhe zu kommen und Fragen nachzugehen - jenseits fertiger Antworten, mitten im Leben und immer wieder neu</font><font color="#000000">“, </font><font color="#000000">so Ottl. </font><font color="#000000"></font></span></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">Weitere Informationen und das gesamte Programm unter </span></font></font><font face="Arial, sans-serif"><a href="https://zwischenzeit.bistum-wuerzburg.de/" target="_blank" class="external-link">www.zwischenzeit.bistum-wuerzburg.de</a></font></span><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">.</span></font></font></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">Kontakt: </span></font></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">Michael Ottl (er/ihm)<br />KHG-Referent für zwischen:zeit </span></font></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">Hofstallstr. 4</span></font></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">97070 Würzburg<br />0931-354 53 16</span></font></font><br /><a href="mailto:michael.ottl@bistum-wuerzburg.de">michael.ottl@bistum-wuerzburg.de</a><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt"></span></font></font><br /><a href="http://www.zwischenzeit.bistum-wuerzburg.de/" target="_blank" rel="noreferrer">www.zwischenzeit.bistum-wuerzburg.de</a></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">Foto: Michael Ottl, KHG-Referent für zwischen:zeit</span></font></font></span>&nbsp;|&nbsp;<span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">Bildnachweis: Maria Walter, KHG Würzburg</span></font></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">Bei Abdruck Beleg erbeten. </span></font></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">Ihr Pressekontakt: </span></font></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">Maria Walter (sie/ihr)</span></font></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">KHG-Referentin für Öffentlichkeitsarbeit</span></font></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">Hofstallstr. 4</span></font></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">97070 Würzburg</span></font></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">Telefon 0931-354 53 21 </span></font></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">Mobil 0157 8025 7684</span></font></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt">E-Mail <a href="mailto:maria.walter@bistum-wuerzburg.de">maria.walter@bistum-wuerzburg.de</a></span></font></font></span></p><p><span style="line-height:100%"><a href="http://www.khg-wuerzburg.de/" target="_blank"><font color="#000000"><font face="Arial, sans-serif"><span style="font-size:12pt"><b>www.khg-wuerzburg.de</b></span></font></font></a></span></p>]]></content:encoded><category>KHG Würzburg</category><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-65530</guid><pubDate>Fri, 16 May 2025 12:02:49 +0200</pubDate><title>Räume für Gemeinschaft </title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/raeume-fuer-gemeinschaft/</link><description>Mit Neugier unterwegs - Zwischenreflexion kirche am hubland

16. Mai 2025 - Die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) ist Teil von Kirche am Hubland e.V.. Der Verein steht für eine Kirche, die zu den Menschen kommt und durch vielfältige Aktivitäten und Kooperationen das Zusammenleben im Stadtteil Hubland bereichern möchte. Bisher sind Elisabeth Wöhrle sf und Burkhard Hose von der KHG im Auftrag des Bistums im Rahmen des Projekts Fragen zu Kirche heute nachgegangen: Was kann Kirche in und von einem neu entstehenden Stadtteil lernen? Wissenschaftlich begleitet wurde der Weg von Christian Bauer, Professor für Pastoraltheologie an der Universität Münster, und seinem Team.</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><span style="line-height:100%"><span style="font-weight:normal">Die intensive Projektphase ist nun beendet und hat sich in der Gründung des Verei</span><font color="#000000"><span style="font-weight:normal">ns </span></font><strong><font color="#000000"><span style="font-weight:normal">Kirche am Hubland e.V.</span></font></strong><font color="#000000"><span style="font-weight:normal"> im Juli 2023 </span></font><span style="font-weight:normal">verstetigt. </span><strong><span style="font-weight:normal">Diese Änderungen waren Anlass für ein Treffen, bei dem sich vergangenen Mittwoch die Beteiligten mit Gästen darüber ausgetauscht haben, wie der gemeinsame Weg bisher verlaufen ist, welche Herausforderungen bestehen und welche Wünsche es für die Zukunft gibt. Das Treffen fand in den Räumen von KHG und ESG am Hubland statt. </span></strong></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><strong><span style="font-weight:normal">Der Verein Kirche am Hubland e.V. steht für eine Kirche, die zu den Menschen kommt und durch vielfältige Aktivitäten und Kooperationen das Zusammenleben im Stadtteil Hubland bereichern möchte. </span></strong><span style="font-weight:normal">Einige der Stimmen, die beim gemeinsamen Austausch hörbar wurden, sind hier gesammelt. </span><strong><span style="font-weight:normal">Wichtige Themen und Fragen waren und sind immer wieder: Welche Relevanz hat Kirche? Wie tritt sie mit den Menschen vor Ort in Kontakt? Und wo, so ohne &quot;festes Haus&quot;? </span></strong></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i>Es braucht Räume und es braucht Freiräume</i><br /><br />Für Elisabeth Wöhrle spielt die Grundhaltung, mit der sie unterwegs sind, eine wichtige Rolle. Es gehe darum, von den Menschen her zu denken: &quot;Wir sind nicht Wissende, sondern Lernende - und ich hoffe, dass uns diese Haltung weiter begleitet.“ Die gemeinsame Arbeit im Verein verlange Denken über die üblichen Strukturen hinaus.</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Die Gründung des Verei<font color="#000000">ns sei ein ent</font>scheidender Punkt gewesen, der Wendepunkt von mehreren, teils konkurrierenden Projekten, hin zu einem gemeinsamen. Im Kern gehe es darum, das Christsein zu leben. Und zwar mit einer starken Sozialraumorientierung.</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">&quot;Nicht wir Hauptamtliche sind die Experten, so<font color="#000000">ndern die Menschen.&quot; Das werfe auf beiden Seiten Fragen auf, so entstehe ein reizvolles miteinander, so Christoph Gewinner, Gemeindereferent im Pastoralen Raum Würzburg Süd-Ost. </font></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Stine Hassing, Diakonin für das Evang.-Luth. Dekanat Würzburg, kooperiert unter anderem eng mit der Stadtteilbibliothek: Dort finden regelmäßig Angebote statt - dabei durfte sie die Erfahrung machen: „Aus dem <i>Gast sein</i> darf ein <i>Zuhause sein</i> werden.“</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Immer wieder wird deutlich: Die Beteiligten schätzen am Verein, dass das gemeinsame auf der Suche sein, das Schauen, nach dem, was es braucht - dabei stehen die Gaben der einzelnen Teammitglieder im Vordergrund, weniger die Konfession oder Zugehörigkeit zu einer Gemeinde.</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><strong><i><span style="font-weight:normal">Sein, wo die Menschen sind </span></i></strong></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Die „Ortlosigkeit“, also d<span style="font-weight:normal">ie Tatsache, dass </span><strong><span style="font-weight:normal">Kirche am Hubland e.V.</span></strong><span style="font-weight:normal"> kein klassisches Krichengebäude hat, ist immer wieder Thema. Zu Beginn hatte es durchaus Gedanken in diese Richtung. Susanne Wildfeuer ist Pfarrerin im Ruhestand und engagiert sich ehrenamtlich bei </span><strong><span style="font-weight:normal">Kirche am Hubland e.V.</span></strong><span style="font-weight:normal">. Sie ist jedoch f</span>roh, dass kein neues Gemeindezentrum entstanden ist: &quot;Wir begleiten die Menschen bei ihrem Hineinwachsen in einen neuen Stadtteil. Wir sind mittendrin, ohne Gebäude, ohne festen Ort aber mit engagierten Männern und Frauen, die mit viel Engagement und pfiffigen Ideen Kirche leben.“<br /><br />Stine Hasing ergänzt: „Dadurch werde Menschen zu Kirche, nicht Gebäude... Es geht um ganz viel Beziehungsarbeit!“ Genau deswegen ist auch der direkte Austausch mit Anwohner*innen wichtig: Anna Stankiewicz und Julius Popp haben als Vertreter*innen eines Mehrgenerationen-Wohnprojekts (MGWW) an dem Treffen teilgenommen. Nach nachhaltigen Prinzipien wird ab Herbst ein Gebäudekomplex entstehen - auch hier ist das Ziel, Gemeinschaft zu leben - und nicht nur nebeneinander zu wohnen. Sie leben gewaltfreie Kommunikation und entscheiden in Plena nach dem Konsens-Prinzip. „Bei uns geht es also immer wieder darum, miteinander im Gespräch zu bleiben, sich zuzuhören.“ Diese Haltung finde sie auch b<span style="font-weight:normal">ei </span><strong><span style="font-weight:normal">Kirche am Hubland e.V.</span></strong><span style="font-weight:normal"> wie</span>der, so Stankiewicz. „Die Fläche strahlt eine Weite aus - uns so empfinde ich Kirche am Hubland: mit genau dieser Weite und Offenheit.&quot;</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Immer wieder eine Herausforderung ist der Umgang mit den je eigenen Strukturen und auch Denkmustern, aus denen die einzelnen Beteiligten kommen.</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font color="#000000">Dr. Wenrich Slenczka, Dekan für das Evang.-Luth. Dekanat Würzburg </font>betont: &quot;Das ist immer ein Zusammenspiel von verfasster Amtskirche und dieser frei schwebenden Art zu arbeiten, dort, wo die Menschen sind.&quot; Diese beiden Herangehensweisen bedingen sich gegenseitig - so würden Menschen angesprochen, die man in einer Kirche nicht träfe.</span><br />&nbsp;</p><p class="western"><span style="line-height:100%"><span style="font-weight:normal">Egal ob im Team oder bei einem Aperol am ChurchBike - auf allen Ebenen treffen sich hier neue Menschen; neue Teams und neue Konstellationen sind gemeinsam auf der Suche. Sonja Reeg, selbst Anwohnerin des Hublands und stellvertretende Vorsitzende des Vereins </span><strong><span style="font-weight:normal">Kirche am Hubland e.V.</span></strong><span style="font-weight:normal"> schätzt dessen unkonventionelle Arbeit: „Und das mögen die Leute!“ </span></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><b>Über Kirche am Hubland e.V. </b></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Bei dem Kirche am Hubland e.V. arbeiten evangelische, katholische und freikirchliche Gemeinden zusammen. Momentan sind, neben einigen Privatpersonen, die eine Fördermitgliedschaft haben, folgende Organisationen Mitglied: Evang.-Luth. Dekanat Würzburg, Evang.-Luth. Apostelgemeinde Gerbrunn, Evang.-Luth. Kirchengemeinde Rottendorf, Katholische Hochschulgemeinde Würzburg, CityChurch Würzburg, Evang.-Luth. Auferstehungskirche Würzburg, Evang.-Luth. Kirchengemeinde Würzburg-Martin-Luther-Kirche, Evang. Studentengemeinde Würzburg und die&nbsp;Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Johannis Würzburg.</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Weitere Informationen über kirche am hubland e.V. sowie einen Überblick über alle geplanten Veranstaltungen unter <font color="#000080"><u><a href="https://kircheamhubland.org/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://kircheamhubland.org/</a></u></font>.</span></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-48003</guid><pubDate>Thu, 01 Jul 2021 09:44:57 +0200</pubDate><title>Gehen oder bleiben? - Veranstaltungsrückschau</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/gehen-oder-bleiben-veranstaltungsrueckschau/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Gehen oder bleiben? Unter diesem Titel fand am 24. Juni 2021 ein bemerkenswertes Zoom-Gespräch statt, veranstaltet vom Würzburger Lehrstuhl für Fundamentaltheologie in Kooperation mit der KHG Würzburg. Zu Gast waren u. a. Christiane Florin, Regina Laudage-Kleeberg und Maria Mesrian. Fast 180 Teilnehmende hatten sich zugeschaltet. Die These des Abends: ehrlich bleiben.&nbsp;&nbsp;ber<br />Der ausführliche Artikel von&nbsp;<em>Matthias Remenyi</em>&nbsp;kann <strong><a href="https://www.feinschwarz.net/gehen-oder-bleiben-kirchenkrise/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">hier</a></strong> nachgelesen werden.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-47247</guid><pubDate>Mon, 19 Apr 2021 14:58:16 +0200</pubDate><title>Stellungnahme der kath. Hochschulen in Bayern zur geplanten Novellierung des bayerischen Hochschulgesetzes</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/stellungnahme-der-kath-hochschulen-in-bayern-zur-geplanten-novellierung-des-bayerischen-hochschulge/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Infos zum Download <a href="https://www.khg-wuerzburg.de/fileadmin/Bistum_Folgeseiten/KHG_Wuerzburg/Hochschulgemeinden_Stellungnahme_Hochschulreform.pdf">hier.</a></p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41521</guid><pubDate>Wed, 20 May 2020 11:21:59 +0200</pubDate><title>Mund-Nasen-Bedeckung nähen und spenden für Geflüchtete</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/mund-nasen-bedeckung-naehen-und-spenden-fuer-gefluechtete/</link><description></description><enclosure url="https://www.khg-wuerzburg.de/fileadmin_isiweb/_processed_/6/4/csm_2020-05-20__82e9f4ce___Mundschutz_fuer_GU_da5c127dfb.jpg" length="375697" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Der Asyl-AK der KHG startet diese Aktion und lädt dazu ein, sich daran zu beteiligen.<br /><br />Bitte die genähten M-N-Bedeckungen in ein Kuvert geben und in den KHG-Postkasten werfen. Größere&nbsp; Verpackungen (Karton) werden vormittags auch im KHG-Zentrum entgegen genommen.<br />Dazu bitte an die Türe klopfen.<br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41487</guid><pubDate>Wed, 08 May 2019 15:59:51 +0200</pubDate><title>Aktion Maria 2.0</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/aktion-maria-20/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[
<h2>Downloads</h2>
Aktion Maria 2.0 (pdf, 155 KB)<br />Aktion Maria 2.0
]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41483</guid><pubDate>Wed, 21 Jun 2017 16:03:16 +0200</pubDate><title>Stimmen für Demokratie</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/stimmen-fuer-demokratie/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[
<h2>Downloads</h2>
Stimmen für Demokratie_Nachricht (pdf, 20 KB)<br />Stimmen für Demokratie_Nachricht
]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41511</guid><pubDate>Tue, 24 May 2016 09:05:31 +0200</pubDate><title>Studierende wünschen eine dialogbereite Kirche </title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/studierende-wuenschen-eine-dialogbereite-kirche/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Pressemitteilung Kirchenpolitik</p><h2>Downloads</h2>
Pressemitteilung Kirchenpolitik (pdf, 52 KB)<br />Pressemitteilung Kirchenpolitik

<p> </p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41518</guid><pubDate>Tue, 03 May 2016 16:20:47 +0200</pubDate><title>Pressemitteilung aus Anlass der von „Der Dritte Weg“ versendeten Postkarten</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/pressemitteilung-aus-anlass-der-von-der-dritte-weg-versendeten-postkarten/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[
<h2>Downloads</h2>
Pressemitteilung GL zur Postkartenaktion &quot;Der Dritte Weg&quot; (pdf, 5 KB)<br />Pressemitteilung GL zur Postkartenaktion &quot;Der Dritte Weg&quot;
]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41490</guid><pubDate>Mon, 07 Mar 2016 10:37:45 +0100</pubDate><title>Kunstinstallation zum Thema Religion</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/kunstinstallation-zum-thema-religion-1/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[
<h2>Downloads</h2>
Kunstinstallation zum Thema Religion (pdf, 20 KB)<br />Kunstinstallation zum Thema Religion
]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41497</guid><pubDate>Tue, 15 Sep 2015 14:15:14 +0200</pubDate><title>Erklärung zum Thema Flucht und Migration final</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/erklaerung-zum-thema-flucht-und-migration-final/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[
<h2>Downloads</h2>
Erklärung Flucht und Migration (pdf, 76 KB)<br />Erklärung Flucht und Migration
]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41486</guid><pubDate>Fri, 08 May 2015 14:24:38 +0200</pubDate><title>Weiße Bänder in Würzburgs Innenstadt</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/weisse-baender-in-wuerzburgs-innenstadt/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Weiße Bänder in der Würzburger Innenstadt -</strong> <br /><br />Wir vom Asyl-AK &quot;Mehr als 16a&quot; haben nach der Mahnwache vor zwei Wochen eine neue Aktion geplant, um auf die Toten im Mittelmeer aufmerksam zu machen und würden uns über eure Unterstüzung freuen!<br /><br /><em><strong>Weiße Bänder in der Würzburger Innenstadt</strong></em><br /><em>Am 19. April stieg die Zahl der seit 2015 im Mittelmeer ertrunkenen flüchtenden Menschen auf über 1600 an. Als symbolisches Zeichen für die Todesopfer binden wir weiße Bänder an Laternen, Pfosten und Bäume im  Innenstadtbereich von Würzburg.</em><br /><em>Die Bänder sollen sichtbare und bleibende Zeichen von Betroffenheit sein. Sie sind ein Mahnmal für die Opfer der Festung Europa. Ein Mahnmal, das uns, die Bewohner_innen dieser Festung, daran erinnern soll, dass tatenlos zuschauen keine Option ist. Dass man handeln muss, um die eigene Menschlichkeit zu bewahren, wenn täglich Menschen auf dem Weg in unsere kleine, scheinbar heile Welt sterben.</em><br /><em>Jede_r ist dazu eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen! Los gehts, nehmt die weißen Bänder mit in euren Alltag, knotet sie an Bäume auf den Weg zur Uni oder beim Einkaufen! Diese Aktion wächst mit euch, ihr könnt die Erinnerung an die Mauertoten lebendig halten!</em><br /><br />Die weißen Bänder gibts ab Freitag in der KHG (nach Büroschluss vor der Tür) und an vielen anderen Orten in der Stadt (Café Kult, Biobäckerei Köhler an der Mainbrücke, Weltladen...) oder ihr bastelt eure eigenen!<br /><br />Näheres siehe auch <br /><br /></p><h2>Downloads</h2>
Weiße Bänder Asyl-AK (pdf, 85 KB)<br />Weiße Bänder Asyl-AK
]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41502</guid><pubDate>Wed, 29 Oct 2014 15:06:52 +0100</pubDate><title>Einladung zum ökumenischen Gemeindeforum am 11.11.14</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/einladung-zum-oekumenischen-gemeindeforum-am-111114/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[
<h2>Downloads</h2>
Ökumenisches Gemeindeforum 11.11.14 (pdf, 164 KB)<br />Ökumenisches Gemeindeforum 11.11.14
]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41506</guid><pubDate>Wed, 09 Jul 2014 10:58:41 +0200</pubDate><title>Würzburger Friedenspreis 2014 für Hochschulpfarrer Burkhard Hose</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/wuerzburger-friedenspreis-2014-fuer-hochschulpfarrer-burkhard-hose/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[
<h2>Downloads</h2>
Friedenspreis (pdf, 29 KB)<br />Friedenspreis
]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41491</guid><pubDate>Mon, 07 Apr 2014 14:35:08 +0200</pubDate><title>Spirituelle Angebote in der Karwoche und Ostern</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/spirituelle-angebote-in-der-karwoche-und-ostern/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[



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]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41484</guid><pubDate>Wed, 05 Feb 2014 15:02:47 +0100</pubDate><title>BAföG als ein bildungs- und gesellschaftspolitisches Instrument begreifen!</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/bafoeg-als-ein-bildungs-und-gesellschaftspolitisches-instrument-begreifen/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[
<h2>Downloads</h2>
Pressemitteilung BAFöG (pdf, 35 KB)<br />Pressemitteilung BAFöG
]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41512</guid><pubDate>Mon, 20 Jan 2014 15:41:04 +0100</pubDate><title>Wahrheit-Lüge-Täuschung Teil 2</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/wahrheit-luege-taeuschung-teil-2/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[

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<p><strong>Die (Un-)Moral der Alltagslüge</strong></p><p> Vortragsabend mit Dr. Alexander Flierl</p><p>// Dienstag, 14. Januar, Katholische Hochschulgemeinde, Würzburg</p><p><br /><br /><br />Karl-Theodor zu Guttenberg, Baron Münchhausen, Bischof Tebartz-van Elst. „Lügen sind allgegenwärtig. Sie machen unseren Alltag aus.“ Mit diesen Worten beginnt Dr. Alexander Flierl seinen Vortrag zum Thema „Die (Un-)Moral der Alltagslüge“ am 14. Januar in den Räumlichkeiten der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) Würzburg, zu dem der Ethik-AK der KHG eingeladen hatte. Flierl stellt zu Beginn fest, dass es sich insbesondere Personen des öffentlichen Lebens nicht leisten können zu lügen. „Bzw. können Sie es sich nicht leisten, bei einer Lüge erwischt zu werden.“, ergänzt der promovierte Theologe. Rund 20 Interessierte lauschen gespannt dem sympathischen Pastoralreferenten der KHG Regensburg. Abschluss des Vortrags bildet eine intensive Diskussion über die Gewichtung von Lügen im Alltag und die Frage: Wie schlimm ist eine Lüge, wenn Sie (dritten) hilft?Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. <br /><br />„Dieses Sprichwort kennen Sie sicher alle.“, wirft Dr. Alexander Flierl in die Runde und zeigt zu Beginn seines Vortrags ein Gerüst aus historischen Definitionen, aktuellen Interpretationen und den Konsequenzen einer Lüge auf. Dass Lügen in der Regel Misstrauen ernten, Integrität untergraben und zu Machtverlust führen, sei klar. „Doch gilt all das nur für Lügen, die als solche auffliegen.“, betont der Theologe. Als Nenngröße für eine Definition des Begriffs „Lüge“ führt Flierl Augustinus von Hippo an. Als Kirchenlehrer der Spätantike und wichtiger Philosoph setzte Augustinus die These auf: „Unter einer Lüge versteht man[…] eine unwahre Bezeichnung mit der Absicht zu täuschen.“ Die dadurch als bewusste Falschaussage mit Täuschungsabsicht definierte Handlung einer Lüge ist für Augustinus – und somit weitgehend auch für die Katholische Kirche – stets moralisch verwerflich. Denkt man diese strengen Ausführungen zu Ende, stellt sich für den Referenten die Frage, ob nicht die Kirche selbst auf einer Lüge aufgebaut ist. „War doch Petrus, der Jesus dreimal verleugnete und somit die Unwahrheit sprach, selbst ein Lügner. Da auf seinem Rücken das Papsttum und die Kirche gebaut sind, kommt man mit Augustinus Argumenten in einen diskussionswürdigen Bereich.“, erklärt Flierl.<br /><br />Ihm ist es wichtig herauszuarbeiten, welche Dimensionen bei Kommunikation – und somit auch beim Aussprechen von Wahrheit oder Lüge – betroffen sind. Zum einen führt er die sachliche Richtigkeit an. „In der akademischen Welt der Fakten darf diese Dimension nicht verletzt werden.“ Auf der Ebene der personalen Selbstäußerung, also der subjektiven Wahrhaftigkeit, ist das strikte Unterscheiden von richtig und falsch nicht so einfach. „Hier kommt es darauf an, was die jeweilige Person als richtig ansieht und vor allem was sie aussagen möchte“, ergänzt der Pastoralreferent. „Und in der dritten Dimension, der normativen Richtigkeit, kommt es auf die Bezugspunkte der Kommunikation an“, erklärt Dr. Alexander Flierl. Ein Theologe wird der Aussage ‚Gott hat die Welt erschaffen’ in Bezug auf die Schöpfungsgeschichte zustimmen. Ein Naturwissenschaftler wird dies zurückweisen. „Je nach Kontext ist die Aussage also gelogen oder wahr.“<br /><br />Die anschließende Diskussion beschäftigt sich insbesondere mit Wissen als Macht und der daraus resultierenden Frage, in wie weit dieses verschwiegen, nur teilweise genannt oder komplett ausgesprochen werden darf. Das Beispiel eines Arztes, der gegebenenfalls Hoffnung schaffen kann, indem er Patient oder Patientin über die Lebenserwartung belügt, beschäftigt das Plenum insbesondere. Begeht er wissentlich eine Falschaussage? Ist diese moralisch vertretbar? Oder ist sie gar moralisch notwendig, da die verbleibende Lebenszeit von höherer Güte ist? Mit Fortschreiten der Diskussion zeichnet sich ab, dass Fragen über Moral oder Unmoral, Ethik, Wahrheit und Lüge subjektive Antworten fordern. „Eine allgemein gültige Regel kann es nicht geben.“, sagt Alexander Flierl und schließt seinen Vortrag. Das Plenum bedankt sich mit Applaus. Und das Resümee des Abends: Lügen haben kurze Beine – doch auch damit kann man einen Marathon laufen.<br /><br /></p><p>www.m-square-media.de <br /></p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41498</guid><pubDate>Tue, 10 Dec 2013 09:36:16 +0100</pubDate><title>Wahrheit-Lüge-Täuschung</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/wahrheit-luege-taeuschung/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wahrheit, Lüge, Täuschung<br />Ethik in der professionellen Kommunikation von Unternehmens- und Werbekultur</strong><br /><br />Vortragsabend mit Prof. Steffen Hillebrecht<br />// Dienstag, 19. November 2013, Evangelische Studentengemeinde, Würzburg<br /><br />Was ist Ethik? – Diese Frage zieht sich durch den gesamten Abend im Vortragsraum der Evangelischen Studentengemeinde. Gestellt wird sie von Steffen Hillebrecht, Professor an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt. Der vom Bodensee stammende Medienwissenschaftler referiert an diesem Abend über Ethik, Moral und Tricks der Marketing-Unternehmen. Es ist der erste von zwei Vortrags- und Gesprächsabenden mit dem Leitthema: „Wahrheit, Lüge Täuschung“.Die abschließende Diskussion wirft die Frage auf: Ist es auch eine Lüge, wenn ich die Wahrheit nicht sage? Der Vortragsabend wurde vom Ethik-AK der KHG gemeinsam mit der ESG veranstaltet.<br /><br />„Anforderungen an moralisch oder sittlich richtige Handlungsweisen“, sagt Prof. Hillebrecht, „das, meine Damen und Herren, ist Ethik.“ Nach ihm gilt es klar zu trennen, was oft schwer zu unterscheiden ist: Moral vs. Ethik. „Wenn ich mich im gesetzlichen Verbotsrahmen befinde, ist Mord nicht erlaubt. Jedoch sagt unser ethisches Verständnis, der Tyrannenmord ist legitim – thematisiert durch die Zeit `33 - `45. Und somit wurde der Passus ins Grundgesetz aufgenommen, dass in eben solch einem Fall, Mord legitim ist.“, erklärt Hillebrecht. Der große Rahmen, den der Mitt-Fünfziger durch den Abend zieht: Ethik ist eine Frage die sich die Gesellschaft stellt – „Soll ich etwas tun, obwohl ich es nicht darf?“ Erst im öffentlichen Raum bildet sich eine ethische Diskussion – und nur die Gesellschaft kann diese führen und lösen.<br /><br />So sind es aber insbesondere die (Massen)Medien, die gerne den Rahmen dehnen und mit den ethischen Bestimmungen spielen. Zu Zeiten der ‚Eurorettung’ und ersten Debatten um Griechenland zierte eine, den Mittelfinger hebende Figur der griechischen Göttin Aphrodite das Cover des FOCUS. Wenig später wurde Angela Merkel in einer griechischen Zeitung in NS-Uniform und markantem Oberlippen-Bart abgebildet. „Das sorgt für die passende Auflage“, sagt Hillebrecht, „aber es fördert sicherlich nicht die Akzeptanz der deutschen Politik in Griechenland und umgekehrt“. Somit stellt er die Frage, was ethisch dazu zu sagen ist. Gesetzlich geschützt durch die Pressefreiheit, bleibt ein „G’schmäckle“, wie der Franke sagt.<br /><br />Im Marketing geht es ebenfalls um Meinungsbildung. „Dienst am Markt und der Gesellschaft,“, definiert Hillebrecht, „das ist neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis und der Augenhöhe mit dem Kunden die Aufgabe des Marketings.“ Somit stellen sich auch hier gewisse ethische Fragen, die jedes Unternehmen für sich beantwortet. Er zieht als Beispiel die Automobil-Branche heran. Zum einen der Audi, der mit Vorsprung durch Technik, Innovation lockt. Dann der BMW, der klar verspricht: Mit mir sind 180 auf der Autobahn kein Problem. Der VW, der schlichtweg Das Auto ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Schließlich der Mercedes, der ausbalanciert ist, zwischen Technik, Luxus und Fahrgefühl. „Verführen statt Druck ausüben. Das ist die Parole im Marketing.“, erklärt der Experte. Somit pickt sich jeder Anbieter seine Zielgruppe heraus und passt Werbung, Idee und Lifestyle der Marke den Bedürfnissen der Kunden/des Markes an.<br /><br />Hillebrecht redet von push-and-pull. Zum einen platziert das Unternehmen Produkte im Markt (push) und zum anderen fordert der Markt nach gewissen Dingen (pull). Die Wirkung von „Bio“ in Namens- oder Logozusätzen ist eine dieser ethischen Sachverhalte, die Hellebrecht anführt. Die VerbaucherInnen wissen, dass es für 49 ct. nicht möglich ist, 200g Schweineschnitzel anzubieten – insbesondere nicht, wenn die Tiere unter guten Bedingungen gehalten und geschlachtet wurden. Doch seit die Verpackungen grüne Farbstreifen bekommen haben und Wortteile wie „Land“ oder „Natur“ in die Produktnamen Einzug gehalten haben, fühlt sich der/die VerbraucherIn besser beim Billig-Kauf. „Wir müssen nach eigenem Gewissen und eigener Anschauen entscheiden, was es uns wert ist. Egal ob bei Kleidung, Ernährung oder Transport.“, sagt der Medienwissenschaftler. Der Markt fungiert dabei lediglich als Lokalisierung des Nachfragerwillens, ist regulierendes Organ, wenn sich ethische Grenzen verschieben. Und somit wird aus der Ethik im Konsum die Moral des/der Einzelnen, die als Messlatte angelegt werden muss. Während manche keinen Fuß in einen KIK-Laden setzen, weil ihnen vielleicht Produktionsbedingungen der angebotenen Artikel und verwendetes Material nicht taugen, gibt es andere, die dankbar eine günstige Einkaufsmöglichkeit für Kleidung wahrnehmen. Selbiges gilt für Fleisch: Auch wenn wir hören, mit wie viel Antibiotika und anderen Mitteln Tiere in der Massenhaltung behandelt werden, überzeugt viele der Preis im Kühlregal mehr als die eigene Moral.<br /><br />Eine ebenso schlimme Beobachtung machte Hillebrecht bei den sensiblen Daten von Kundinnen und Kunden. Für wenige ‚Punkte’ beim Einkauf geben einige ihr Kaufverhalten, persönliche Daten und mehr preis, um einen prozentualen Teil ihres Umsatzes als Gutschein zu erhalten – oder sich sonst wie für die Spionage prämieren zu lassen. So fragt er sich auch, wie weit die ethischen Grundsetze in der TV-Landschaft gehen und führt als Beispiel ‚Germanys next Topmodel’ an. „Junge Frauen, oft gerade einmal 16-17 Jahre alt, werden wie Objekte ausgewählt, aus den Schulen gezogen und mit moralisch fragwürdige Methoden in die weite Welt des Profi-Modell-Stehens eingeweiht.“ Er selbst sieht es auch regelmäßig, aus wissenschaftlichen Zwecken versteht sich. Jedoch bleibt die Frage, warum und wie es sein kann, dass niemand den Wahn nach Size-Zero unterbindet und 12% der deutschen ZuschauerInnen regelmäßig vor Heidi Klums Sendung sitzen.<br /><br />Es ist wohl das Verführen, das im Marketing immer eine Rolle spielt. So wie Klum zu einer Welt verführt, in der Luxus und Reichtum das Leben bestimmen (können), so verführt uns das grün-gehaltene Wort „Natur“ beim Kotelett-Kauf etwas Gutes zu tun. „Es geht darum, dass wir Dinge tun, die wir nüchtern nicht tun würden.“, erklärt der Marketingexperte.<br /><br />Ethik ist eine Marktfrage und kann ebenso wie der Markt von Angebot und Nachfrage reguliert werden. Somit prangert Hillebrecht zurecht an, dass die Lehre von Ethik und das Bilden von Moral in die Ausbildung gehört und stellt die Frage: Marketing verführt, doch wer widersteht? Seine Antwort: Hinterfragen. Nur wer sich informiert, hinterfragt und eine Meinung bildet, kann Versuchungen widerstehen und Qualität aus dem Angebot filtern. Während der Diskussion über Lügen und Ethik komm aus dem Publikum die Frage, ob es nicht einen Unterschied mache, wenn man nicht die Wahrheit sagt, oder die Wahrheit nicht sagt. Der Dozent erklärt daran den sprachlichen Witz des Marketings und beendet den Abend mit dem Appell: „hinterfragen Sie!“<br /><br />Max Schmitt<br /><br /></p><p><br /><br />Der zweite Abend der Vortragsreihe „Wahrheit, Lüge, Täuschung“ findet am 14.01.14 in der KHG statt. Thema: Die (Un-)Moral der Alltagslüge – eine philosophisch-theologische Betrachtung.<br /><br />Weitere Aktionen und Veranstaltungen finden Sie unter:<br />www.khg-wuerzburg.de // www.esg-wuerzburg.de</p>


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]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41493</guid><pubDate>Tue, 10 Dec 2013 09:30:17 +0100</pubDate><title>&quot;Die Zeit gehört uns&quot;</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/die-zeit-gehoert-uns/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>&quot;Die Zeit gehört uns - Widerstand gegen das Regime der Beschleunigung&quot;<br /></strong>Vortragsabend mit Prof. Friedhelm Hengsbach, SJ // Sonntag, 17. November, Katholische Hochschulgemeinde, Würzburg <br /><br />Am Sonntagabend, 17. November, haben sich rund 150 Interessierte in der Katholischen Hochschulgemeinde Würzburg (KHG) eingefunden, um dem Vortrag „Die Zeit gehört uns“ zu lauschen. Redner des Abends war der Sozialethiker und emeritierte Prof. für Christliche Sozialwissenschaft bzw. Wirtschafts- und Gesellschaftsethik, Friedhelm Hengsbach. Der Jesuit und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von „Attac“ referierte über Stress, Zeitdruck und Möglichkeiten, dem Wahn nach höher-schneller-weiter entgegen zu wirken. Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Diskussion über die Rolle der Akteure – wie Politik, Wirtschaft und Kirche – die Verantwortung von Gewerkschaften und die Doppelbelastung im Beruf- und Privatleben.<br /><br />„Ich sollte mal wieder…“, mit diesem Satz eröffnet Michael Ottl, KHG-Referent und Leiter der Akademikerseelsorge, den Vortragsabend am 17. November und weist diesen Satz als typischen Ausdruck unserer Zeitnot aus. Er wirft die Frage auf, was das Hamsterrad antreibt, in dem wir uns augenscheinlich befinden. Friedhelm Hengsbach beginnt sein Referat mit einer Titelgeschichte des UniSPIEGELs im Juli 2011: „Ich kann nicht mehr“ zierte das Titelblatt mit dem Zusatz „Leistungsdruck an der Uni: Studenten im Psycho-Stress“.<br /><br />Stress, Zeitdruck und das Vernachlässigen von eigener, privater Zeit seien keine Phänomene, die nur bei Managern, und Eltern auftreten. Insbesondere junge Menschen klagen gehäuft über Druck. So erzählt im UniSPIEGEL eine Schülerin sie sei stresskrank. Hengsbach beobachtet, wie auch andere SoziologInnen, dass aktuell 1/3 aller ArbeitnehmerInnen gestresst seien. 1/5 stehe laut eigenen Aussagen unter Dauerstress. „Das Ausbrennen ist vielleicht die Epidemie des 21. Jahrhunderts“, erklärt der Redner. Der Tagesrhythmus vieler Eltern sei auf ungesunde Art auf die Bedürfnisse der Kinder abgerichtet. „Die Kleinen um 7 Uhr aus dem Bett zerren, Frühstück im Stehen. Schnell in die Schule fahren, dann ein paar Stunden Teilzeitarbeit und die Kinder wieder von der Schule abholen. Die Tochter muss zum Fußball, der Sohn zum Saxophon-Unterricht. Danach ein schnelles Abendessen, ein kurzes Gespräch mit dem Partner/der Partnerin und am nächsten Morgen geht der Trott von vorne los.“, erklärt Hengsbach. Die Zeit für sich Selbst fehlt und insbesondere bei Frauen spüre man noch heute eine starke Doppelbelastung. So sind es vor allem sie, die Arbeit und Haushalt/Kinder unter einen Hut bekommen müssen. Frauen verrichten über die Hälfte mehr unbezahlte Arbeit im Privaten als Männer. Männer dagegen über die Hälfte mehr in der bezahlten Arbeitswelt. Dieses Ungleichgewicht muss ausgeglichen werden, fordert Hengsbach und schildert humorvoll mit Blick aufs Detail den Alltag unserer Beschleunigungsgesellschaft. Ernster wird er bei den Gründen der Dauerbeschleunigung: Den apokalyptischen Endzeitzustand, auf den die Schnelllebigkeit und der Stress unausweichlich zusteuern, erklärt er mit folgender These: Seit sich Finanzmärkte insbesondere durch die digitale Technik eine Hegemonie über die Wirtschaft erarbeitet haben, steigt der Druck auf Politik, Gesellschaft und der Ruf nach Beschleunigung wird laut.<br /><br />All dies spiegelt sich im Privaten wieder. Überstunden nehmen zu, die Wochenendarbeit steigt und selbst im Urlaub werden via Smartphone und Co. Firmen-Mails beantwortet, Termine vereinbart und digital zugearbeitet. Durch das Schneller-Werden aller Bereiche liese sich auch die Wertigkeit von Unternehmen kaum noch nachvollziehen. Gewinnerwartungen und Erwartungen bezogen auf diese Gewinnerwartungen machen das „Standing“ eines Unternehmens an der Börse aus. Der Realanteil sei dabei auf 2% geschrumpft – soll heißen: Man misst nicht am Markterfolg, sondern anhand von Zukunftsversprechen. Diese Problematik führt dazu, dass nicht Fakten zählen, sondern mit Gerüchten Einfluss auf Börsenkurse genommen werden kann. Diese komplexen Zusammenhänge zu verstehen und nachzuvollziehen überfordert nicht nur die meisten Gemüter, sondern oft auch die Politik. PolitikerInnen lassen sich, so Hengsbach, von den Banken und großen Unternehmen diktieren, wie Entscheidungen auszusehen haben. Das führte zur Deregulierung auf dem Arbeitsmarkt und zu arbeitgeberfreundlichen Politik, die ArbeitnehmerInnen und deren Bedürfnisse nicht berücksichtige. Statt der in den 80er Jahren geforderten „35-h-Woche“ haben wir im Schnitt eine 42-h-Woche, Tendenz: steigend. „Samstag gehört Vati mir“ war einst ein Appell. Heute gelten „individuelle und flexible Gestaltungsmöglichkeiten der Arbeitszeit“, erklärt der Redner und ergänzt: „Das führt zu einer rapiden Steigerung. Man arbeitet länger und nimmt Termine an, von denen man von Anfang an weiß, man kann sie nicht einhalten. Das wiederum führt zu Überstunden, dann zu Wochenendarbeit und schließlich zu übermäßigem andauerndem Stress.“<br /><br />Das paradoxe: Wir messen Zeit in Geld. Mehr arbeiten heißt mehr verdienen und mehr verdienen erlaubt mehr Konsum. „Konsum scheint das, wonach wir alle streben – sollen“, erklärt Hengsbach, „auch wenn wir wissen, dass mehr Arbeit gleichsam weniger Freizeit heißt.“ Er stellt seine These vor, mit der dieser Wahn gestoppt werden soll: Die Rebellion gegen die Beschleunigung. Zum einen gäbe es die Möglichkeit, sich persönlich zu verweigern. Entschleunigt leben, durch ein gutes „Zeitmanagement“ auch die Freizeit planen und feste Strukturen schaffen, sowie sich regelmäßig im „Off“ aufhalten – Handy aus, keine Mails beantworten. Die zweite Idee: Institutionen frei räumen. Durch eine stärkere Regulierung seitens der Politik, könnten arbeitnehmerfreundliche Arbeitszeiten in den Fokus rücken. Mehr Freizeit hieße mehr Glück, Zeit für die schönen Dinge. Stärken der Gewerkschaften, feste Tarifpolitik und „auch mal auf die Finger klopfen, wenn Banken oder Großunternehmer meinen, es ging nur um ihre Interessen: die Kapitalvermehrung“, sagt Hengsbach. Als letzten Punkt führt er die zivile Rebellion an. „Spielt Nachhaltigkeit wieder eine größere Rolle, dann ist man auf einem guten Weg.“, erklärt der Sozialethiker. Geschlechtergerechtigkeit und eine Halbtagsgesellschaft seien hierbei die großen Ziele. Durch eine 30-h-Woche gelänge es mehr Menschen in den Arbeitsmarkt einzubeziehen und damit das ganze System zu entlasten. Und den zuvor erörterten Punkt des Ungleichgewichts in häuslicher/gewerblicher Arbeit zwischen Mann und Frau hebt er besonders hervor. Sein großes Anliegen: Weniger den Glücksversprechen des Konsum trauen, stattdessen viel mehr Zeit mit den Liebsten verbringen und sich Zeit nur für sich nehmen. Und beginnen, das eigene Wohl über das des Marktes stellen. Er rät in der Diskussion auf die Bremse zu treten. Das entschleunigt – auch im Straßenverkehr.<br /><br />Max Schmitt</p><p> </p>


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Gerade ausländische Studierende haben es besonders schwer, auf dem freien Wohnungsmarkt unterzukommen. Wir rufen die Würzburger dringend dazu auf, Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Wir wenden uns vor allem mit diesem Aufruf auch an Kirchengemeinden und Klöster, die über freien Wohnraum verfügen. Mit positivem Beispiel sind bereits die Oberzeller Franziskanerinnen voran gegangen, die im Rahmen des Projekts „Wohnen für Hilfe“ Studentinnen bei sich aufgenommen haben. Nähere Informationen zu diesem gemeinsamen Projekt von KHG und Caritas unter <a href="http://www.wfh-wuerzburg.de/" target="_blank" rel="noreferrer">www.wfh-wuerzburg.de</a></p><p> </p><p>Burkhard Hose, Hochschulpfarrer</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41494</guid><pubDate>Wed, 02 Oct 2013 12:26:03 +0200</pubDate><title>Brasilien-Reise im März 2014 - Infotreffen 04.11.2013</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/brasilien-reise-im-maerz-2014-infotreffen-04112013/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Brasilien Reise</strong></p><p>Seit dem 1. Advent 2012 besteht zwischen dem Bistum Würzburg und dem Bistum Obidos am Amazonas eine offizielle Parnerschaft. Schon zwei jahre zuvor konnten wir in der KHG Bischof Dom Bernardo Bahlman aus Obidos als Gast begrüßen. Seitdem besteht über das Missionsreferat des Bistums Würzburg ein enger Kontakt auch zwischen KHG und Obidos. Wir wollen diesen Kontakt gerne verstärken und erweitern, vor allem durch die Schaffung einer Projektpartnerschaft zu den menschen dort. Deshalb werden wir im März 2014 nach Brasilien fliegen, um mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen und gemeinsam an unseren Ideen weiterzuspinnen.<br /><br />Zu dieser Reise gibt es für alle Interessierten ein Informationstreffen am 04.11.2013 um 20.00 h in der KHG.<br /><br />Herzliche Einladung dazu an alle Interessierten.<br /><br /> Kontakt: Richard.Huebner@khg-wuerzburg.de</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41492</guid><pubDate>Tue, 02 Jul 2013 14:56:19 +0200</pubDate><title>Stellungnahme der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) Würzburg zu den öffentlich gewordenen Vorfällen im Priesterseminar</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/stellungnahme-der-katholischen-hochschulgemeinde-khg-wuerzburg-zu-den-oeffentlich-gewordenen-vorfaell/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Das Gemeindeforum der KHG, welches zweimal im Semester zusammen kommt, hat am 27.06.2013 folgende Stellungnahme verabschiedet:</p><p> Mit großem Erschrecken haben wir die Nachrichten über antisemitische und rassistische Vorfälle im Kontext des Priesterseminars zur Kenntnis genommen. Wir unterstützen in diesem Zusammenhang Stellungnahmen, die sich klar und unmissverständlich gegen Antisemitismus und Diskriminierung positionieren.<br /><br />Gerade von Priestern und Kandidaten für die Priesterausbildung erwarten wir einen hohen Grad an Reife, Selbstreflexion, Sensibilität und eine entschiedene Positionierung gegen jegliche Form von Diskriminierung, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus oder andere Formen von menschenverachtendem Gedankengut, die einer christlichen Grundhaltung zutiefst widersprechen.<br /><br />Als Studierende, im kirchlichen Kontext ehrenamtlich Engagierte, hauptberuflich Tätige und Gemeindemitglieder der KHG ist es uns wichtig, deutlich zu machen, dass eine nationalsozialistische, rassenideologische und antisemitische Haltung in der Kirche und in der gesamten Gesellschaft keinen Platz hat.<br /><br /> In verschiedenen Arbeitskreisen engagieren wir uns zum Beispiel für internationale Begegnungen, Asylbewerber, Menschen mit Behinderung und Strafgefangene. In zahlreichen Veranstaltungen und in der Mitarbeit unter anderem beim Würzburger Bündnis für Zivilcourage, dem Würzburger Friedenspreis und dem Bündnis für Demokratie und Toleranz setzen wir uns aktiv mit den Themen Toleranz, Antidiskriminierung sowie Zivilcourage auseinander und suchen nach konkreten Umsetzungen in unserem Alltag und Umfeld.<br /><br />Insofern begrüßen wir nachdrücklich, dass die Bistumsleitung eine externe Kommission zur Klärung der Vorfälle eingesetzt hat. Diesbezüglich fordern wir Transparenz, eine lückenlose Aufklärung und das Ergreifen der erforderlichen Konsequenzen.<br /><br />Ebenso fordern wir gerade in der Kirche Schutz für die Personen, die durch ihr Eintreten für demokratische Werte Mut und Zivilcourage beweisen und dadurch unseren größten Respekt verdienen.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41501</guid><pubDate>Thu, 20 Jun 2013 12:17:50 +0200</pubDate><title>Gesprächsabend zum Thema Demenz im Krankenhaus</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/gespraechsabend-zum-thema-demenz-im-krankenhaus/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[

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<p>Demographischer Wandel bedeutet nicht nur, dass unsere Gesellschaft immer älter wird, sondern im letzten Lebensabschnitt auch immer behandlungsbedürftiger. Gesundheitspolitik und die Bemühungen der Krankenkassen tragen dieser Entwicklung Rechnung und die medizinische Versorgung scheint gesichert. Doch was Behandlung im Krankenhaus gerade im hohen Alter für demente Menschen bedeuten kann, dem wird noch viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Diesem zentralen Thema widmete der Ethik AK der KHG Würzburg den Diskussionsabend „Patienten mit Demenz im Krankenhaus“ – Besonderheiten bei Behandlungsentscheidungen und –zielen.</p><p>In Deutschland leben augenblicklich circa 1,3 Millionen Demenzkranke, ihr Anteil an den Krankenhauspatienten beträgt 12%. Für behandelnde Ärzte stellt sich hier eine schwierige tägliche Aufgabe. Neben der Frage, welche Therapiemöglichkeiten im Einzelfall bestehen, bedarf es einer besonderen Sensibilität mit Patienten dieser Art überhaupt umzugehen.</p><p>Dr. Christine Leonhard, Fachärztin für Psychiatrie und Psychologie aus der psychiatrischen Klinik in der Füchsleinstraße behandelt als Spezialistin dieses Krankheitsbild in allen Stadien. „Das größte Risiko für diese häufige Erkrankung ist und bleibt das Alter“, stellte sie sachlich fest. Wenn man bedenkt, dass 2030 25% aller Deutschen über 65 sein werden, lässt sich leicht die weitere Entwicklung vorhersehen. Leonhard gab zu bedenken, dass Demenz nicht nur im fortgeschrittenen sichtbaren Stadium vorliegt, sondern sich schon weit früher andeutet und behandelt werden sollte. Im jeden Fall geht es darum mit davon betroffenen Menschen würdevoll umzugehen und ihnen die Orientierung im Alltag möglichst zu erleichtern.</p><p>Aus der Sicht der Angehörigen ging Lisa Brummel von der HALMA e.V. Würzburg (Hilfe für alte Menschen im Alltag) auf die Problemlage ein. Sie und ihre Kollegen beraten im ganzen Bereich der Gerontopsychiatrie. Ein wichtiges Anliegen ihrerseits ist es, den Angehörigen zu vermitteln, die Krankheit überhaupt zu akzeptieren. „Das fällt naturgemäß schwer, wenn z.B. eine demente Mutter sich plötzlich wie ein kleines Kind verhält.“ Brummel empfiehlt, die Erfahrungen mit den Kranken nicht persönlich zu nehmen, sondern ihnen mit einer gewissen Distanz und Gelassenheit zu begegnen.</p><p>Nähe zu den Angehörigen und gewohnte häusliche Umgebung erleichtern den Umgang mit der Krankheit. Wenn aber ein Krankenhausaufenthalt ansteht, zeigen sich die Symptome meist deutlicher und es ist mit zusätzlichen Schwierigkeiten zu rechnen. Aus Sicht eines Facharztes der Chirurgie schilderte dies Dr. Christoph Weißer. Notwendige Eingriffe müssten häufig unter Zustimmung eines Richters bewilligt werden, was das Verfahren verkompliziert. Darüber hinaus muss von der ersten Anamnese an der Aufenthalt viel sorgfältiger geplant werden als bei anderen Patienten.</p><p>Ein längerer Aufenthalt verschlechtert das Krankheitsbild, da durch die ungewohnte Umgebung der Grad der Verwirrung zunimmt. Ein positiver Effekt kann aber erzielt werden, wenn der Partner den Patienten im Krankenhaus begleitet und so ein Stück Vertrautheit mitbringt. Inzwischen kann durch das sogenannte „Rooming In“, das Miteinziehen ins Krankenzimmer, ein ständiger Begleiter in der Nähe eines dementen Patienten sein.</p><p>Dieses Modell lässt allerdings nur im Ausnahmefall verwirklichen. In der Realität sind die Behandlung und die nötige Aufsicht dem Personal des Krankenhauses übertragen. Das stellt die Mitarbeiter nicht selten vor kaum lösbare Probleme, wie Kardiologe Dr. Kilian Distler anmerkte. Er berichtete von einem Fall, in dem ein Patient sich trotz halbstündiger Überwachung und Fixierung zu Tode gestürzt hatte. Die Sicherung dementer Patienten wird durch immer neue Methoden auch elektronischer Art verbessert. Dennoch lässt sich eine persönliche Betreuung nach Ansicht von Dr. Distler durch nichts ersetzen. In seinem Fachbereich der inneren Medizin sei schätzungsweise beinahe jeder dritte Patient auch an Demenz erkrankt. Es sei ein enormer Aufwand, neben der eigentlichen physischen Versorgung gleichzeitig sicherzustellen, dass die Betroffenen auch psychisch stabilisiert und betreut würden.</p><p>Die Beiträge des Abends machten deutlich, dass demente Patienten im Krankenhaus sowohl für die Betroffenen, wie auch für die Ärzte ein schwer zu bewältigendes Problem darstellen kann. Nicht selten muss festgestellt werden, dass ein Klinikaufenthalt das psychische Krankheitsbild verschlechtert hat und sich erst langsam wieder durch die Orientierung in vertrauter Umgebung bessert.</p><p>Diese Erkenntnisse spiegelten auch die Erfahrungen der Zuhörer wider. Als pflegende Angehörige ist ihnen bewusst, welche Verantwortung sie tragen und ganz konkret stellte sich die Frage, wann ein Krankenhausaufenthalt wirklich angezeigt ist und dem Betroffenen in seiner psychischen Situation nicht mehr schadet als nützt. Eine schwer zu beantwortende Frage.</p><p>(Jan Weismantel)</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41500</guid><pubDate>Thu, 20 Jun 2013 12:17:49 +0200</pubDate><title>Vortragsabend von Dipl. Päd. Silvia Bickel-Renn // Mittwoch, 12. Juni, Kath. Hochschulgemeinde, Würzburg</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/vortragsabend-von-dipl-paed-silvia-bickel-renn-mittwoch-12-juni-kath-hochschulgemeinde-wuerz/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p> </p>


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<p>Bei Kuchenbuffet und diversen Erfrischungen, haben sich am 12. Juni rund 30 Interessierte in den Räumlichkeiten der Kath. Hochschulgemeinde Würzburg (KHG) eingefunden, um der Diplom-Pädagogin Silvia Bickel-Renn zu lauschen. Thema des Abends: Wenn Studierende flügge werden. Die erfahrene Therapeutin beschäftigte sich mit Fragen wie „Welche Ängste und Probleme entstehen, sobald die Kinder erwachsen werden?“, „Welche Chancen bieten Neuanfänge?“ und „Wie bewältigt man den Spagat der Übergangszeit?“ und lieferte klare Hintergrundinformationen, wie auch Denkanstöße. Organisiert hat diesen Abend das Psychologische Beratungsteam der KHG Würzburg. Mit ihrem Angebot „Beratung von Studierenden für Studierende“ kümmern sie sich kostenfrei in Gesprächen, Informationsabenden und Kursen um die Belange von Studierenden. Unterstützt werden sie dabei von Michael Ottl, der als Akademikerseelsorger, Ehe-, Familien- und Lebensberater sowie Theologe für die KHG tätig ist. Am 12. Juni lud das Team zum Themenabend mit anschließender Diskussion. </p><p> </p><p>Es beginnt im Vorschulalter. Kommen die Kleinsten in den Kindergarten, steht zum ersten Mal ein Abschied an. Kinder werden selbstständiger, lernen Abstand zur Familie kennen – und die Eltern Abstand zu den Kindern. Die letzte Stufe dieses Abnabelns und Eigenständigwerdens ist das Ausziehen aus dem Elternhaus. „Mit Beginn des Studiums häufen sich sog. ‚Das-Erste-Mal-Erlebnisse'“, so Frau Bickel-Renn. Der Ortswechsel, die erste Wohnung, das erste Mal alleine verantwortlich für Kühlschrankinhalt, Wäsche, Haushalt und Co… Was für manche Freiheit bedeutet, sorgt bei anderen für Ängste. „Oft herrscht eine große Anfangseuphorie auf Seiten der jungen Erwachsenen“, erklärt die Dipl. Pädagogin, „doch zum Teil verfliegt diese nach einiger Zeit.“ So sind Erlebnisse, wie das Getrenntsein von FreundInnenkreis, Familie und ggf. Sportverein, oft Grund für eine Mischung starker Emotionen und Belastungen. „Wichtig ist der Umgang mit diesen Eindrücken. Das Gespräch zu suchen, mit Familie oder bester Freundin, sind dabei die maßgeblichen Schritte.“ erklärt Bickel-Renn. Doch auch die andere Seite der Medaille, die Eltern, sind nicht immer frei von Belastung, Zweifel und Unmut. „Es ist eine Situation des Ankommens vs. Verlassens“, zeigt die Pädagogin. Eltern haben mehr Platz, zeitlich wie räumlich, verlieren aber auch eine Bezugsperson. Man hat keinen Einfluss mehr auf Geschehnisse die den/die Andere/n betreffen und die gewohnte Nähe ist nicht mehr in Gänze spürbar. Während oft eine Wechselwirkung aus Ablösung und Wiederannäherung zu erkennen ist, geht letztlich jeder Mensch individuell mit solchen Aufgaben um. Junge Menschen nutzen die Chance und entfalten sich frei von elterlichem Einfluss. Manche Eltern entdecken sich neu, verreisen viel oder bauen das alte Kinderzimmer zum Hobbyraum um. „JedeR findet seinen eigenen Weg in die Selbstständigkeit und jedeR hat dabei sein/ihr eigenes Tempo.“ Mit diesen Worten schließt Diplom Pädagogin Silvia Bickel-Renn ihren informativen Vortrag und eröffnet mit einer kleinen Gruppenübung die Diskussionsrunde. Es war ein fesselnder Abend, der alle Anwesenden zum Nachdenken anregte. Während sich mancher fragt, ob er „wieder mal bei Mutti anrufen“ sollte, gönnen sich andere noch eine Erfrischung vom Buffet. </p><p> </p><p>Neben diversen Kursen und Info-Veranstaltungen bietet das Beratungsteam der KHG eine regelmäßige Sprechstunde: Immer montags von 19-20 Uhr in den Räumlichkeiten der KHG // Hofstallstr. 4, 97070 Würzburg</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41519</guid><pubDate>Wed, 29 May 2013 08:54:58 +0200</pubDate><title>Faire Finanzen liegen im Trend</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/faire-finanzen-liegen-im-trend/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Vortragsabend in der KHG zum Thema ökologischer Anlagestrategien</strong></p><p><br />All jene, die in Zeiten anhaltender europäischer Finanz- und Wirtschaftskrisen auf Angespartes zurückgreifen können, haben nicht nur allen Grund sich glücklich zu schätzen, sondern müssen sich auch mit der schwierigen Frage auseinandersetzen: Wie lege ich mein Geld am geschicktesten an? Solange das Vermögen zumindest sicher ist und minimale Zinsen abwirft, geben sich die Meisten mit ihrer finanziellen Situation zufrieden. Wer am Vermögen der Anleger verdient und welche zweifelhaften Projekte dadurch möglicherweise gefördert werden, bleibt in aller Regel verborgen. Kann es uns also zusätzlich gelingen, nachhaltig und verantwortungsbewusst vorzusorgen und zu sparen? Wie Werte und Finanzen miteinander in Einklang zu bringen sind, dazu äußerte sich kritisch und informativ Franziska Köller, Fachberaterin für nachhaltiges Investment bei einem Gesprächsabend in der KHG. </p><p>Mehrere Jahre war die Diplom-Betriebswirtin als Anlageberaterin für eine Bank tätig gewesen, bis sie sich 2011 für die Selbstständigkeit entschied. Seitdem arbeitet Franziska Köller als Fachberaterin für nachhaltiges Investment. Warum ihr Berufsfeld so wichtig ist, liegt für sie klar auf der Hand: Nachhaltigkeit ist keine neumodische Idee, sondern ein für die Gesellschaft wichtiges althergebrachtes Prinzip. Schon im 18. Jahrhundert war die Forstwirtschaft auf eine bewusste Nutzung der Ressourcen bedacht, 200 Jahre später erkannte der Club of Rome die Grenzen des Wachstums und heute richtet sich der Blick auf die Lebensqualität zukünftiger Generationen. Neben Nächstenliebe und Gerechtigkeit werde nachhaltiges Handeln als ein für eine verantwortungsvolle Gesellschaft auch von Seiten der Kirche gefordert, so Köller.</p><p>Wie aber lässt sich nun die nur an Gewinnmaximierung orientierte Finanzwelt mit Werten verbinden, wie lässt sie sich sozial und ökologisch gestalten? Köller beschrieb dafür, wie sie das Anlagegespräch mit ihren Kunden beginnt: „Zunächst muss man seine eigene Position prüfen und als wichtig erkannte Werte, aktuelle Situation und spätere Lebenswünsche berücksichtigen.“ Ihr sei daran gelegen, den Leuten das Konzept anzubieten, das sie wirklich brauchen. Natürlich verdiene sie an ihrer Beratung, doch Ziel sei eine langfristige Begleitung geprägt durch Nachhaltigkeit und Wohlwollen. </p><p>Die von Köller vermittelten Anlagemöglichkeiten stammen aus dem Bereich des sogenannten Ökoinvestments. Das heißt ökonomisch ausgerichtet, aber mit sozialem Gedanken sind die Finanzkonzepte, die sie ihren Kunden anbietet. Vielfach wird diese Art der Geldanlage als Trend bezeichnet, „doch ich bin davon überzeugt, dass es sich dauerhaft etabliert.“ Wichtig ist der Anlageberaterin vor allem, was mit dem Geld geschieht und wodurch Zinsen erwirtschaftet werden. So soll etwa die Finanzierung von Waffengeschäften oder Kinderarbeit ausgeschlossen werden. Umweltschutz, Sozialprojekte und nachhaltige Rohstoffgewinnung sind die zentralen Projekte, die mit den Geldanlagen von Köllers Kunden gefördert werden sollen. Kirchliche Banken, u.a. auch die Ethikbank oder die Liga-Bank fühlen sich diesem Gedanken verpflichtet und bieten solche Anlagemöglichkeiten. </p><p>Ein einheitliches „grünes“ Label für Finanzprodukte gebe es leider noch nicht, als Privatanleger sei es daher schwierig sich alleine zu orientieren. Inzwischen findet man aber bereits 300 Fonds, die ein Transparenzsiegel tragen. Ein Beleg dafür, dass der Sektor einen ungeahnten Aufschwung erlebt. „Es klingt paradox, aber gerade durch die Wirtschaftskrise haben die kleinen, grünen Banken das Vertrauen der Kunden gewonnen“, so Köller. Dennoch ist der ökologische Gedanke in der Finanzbranche nur ein kleiner Sektor, auch wenn er große Wirkung entfalten kann. „Geld hat einen hohen Stellenwert und man bewegt einen großen Hebel, wenn man in diesem Bereich grüne Ideen fördert.“ Unabhängig davon schafft man sich ein gutes Gewissen und bekommt ähnliche Zinsen wie bei sonstigen Finanzprodukten. Und wer sein Geld nicht für sich, sondern wirklich nur für Andere arbeiten lassen möchte, kann die Zinserträge auch jederzeit spenden. </p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41488</guid><pubDate>Tue, 21 May 2013 12:55:06 +0200</pubDate><title>Würzburger Krawalle - Die etwas andere Stadtführung</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/wuerzburger-krawalle-die-etwas-andere-stadtfuehrung/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[

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<p><strong>Würzburger Krawalle<br />Die etwas andere Stadtführung der KHG</strong></p><p>Montag, 13.5., Innenstadt, Würzburg</p><p>Die beeindruckende Stadtführung „Würzburger Krawalle&quot; wird von Wolfgang Jung seit rund einem Jahr angeboten und sollte für echte Würzburger genauso Pflicht sein, wie eine Runde mit dem Nachtwächter. Der Name ist Programm, Treffpunkt der Frankoniabrunnen vor dem Würzburger Weltkulturerbe. Wolfgang Jung, freier Journalist, empfängt die Interessierten zu einer 90-minütigen Stadtführung der etwas anderen Art.</p><p>Würzburg, 13.5., 19.30 Uhr. Eingeladen zu der Stadtführung hat die Katholische Hochschulgemeinde. „A weng' wärmer könnt's sein.&quot;, krawalliert einer der Anwesenden und leitet ganz im Sinne des Führers den Abend ein. Mit Ordner und spitzer Zunge bewaffnet, erklärt Wolfgang Jung zu Beginn, dass Würzburg auf eine lange Tradition von Krawallen blickt. Seit Jahrhunderten seien die unterfränkischen Köpfe „stur&quot; und „eigenwillig&quot;, was sich sowohl in blutigen Aufständen, als auch in ironischen Polit-Streichen zeigt. Das erste Beispiel stellt der Würzburger Bürgermeister Zürn: Dieser engagiert als Landschaftsgärtner der Stadt den Schweden Jöns Person Lindahl. Nicht genug, dass ein Nicht-Würzburger für den Posten ausgewählt wurde – er war zudem Protestant. Jung zitiert aus dem Würzburger Volksblatt den einschneidenden Satz: Mit Lindahl sei „ein Schwede in Würzburg, der die Stadt schlimmer verwüstet als seine Landsmänner im 30-jährigen Krieg.&quot; Mit der „Rücksichtslosigkeit eines Feldherren&quot; habe der – in München würde man sagen – „zuagroaste&quot; Fremdling gewütet und ohne Feingefühl seine Pläne durchgesetzt. Das Würzburger Geld trägt er nach Berlin um von dort Bäume zu erstehen – als gäbe es hier kein stammiges Blattwerk?! Der Druck auf den nordischen Gärtner war indes so hoch, dass er sich nach dem Tod seines Gönners Zürn 1884, 1888 im Abort (Ottostr. Ecke Münzstr.) erschießt.</p><p>Das ästhetische Bewusstsein für das eigene Stadtbild ist bis heute sehr ausgeprägt. Auch wenn es nicht mehr in blutigen Aufständen gipfelt, so wird sich ein jeder Stammtisch über den Neubau am Schlosshotel oder den Hotelturm das Maul zerrissen haben. Nach einem kurzen Halt am Paradeplatz, geht es weiter gen Kardinal-Döpfner-Platz. Namensgeber des Letzteren und Bischoff der Stadt erschwerte nicht nur Adenauer den Wahlkampf mit seiner unkooperativen Art, er zog den Zorn des gesamten Landkreises auf sich, als er sich bei der Einweihung einer Fabrik protestanto-phop zeigte und dem evangelischen Vertreter verbot eine Weihung dieser Halle durchzuführen. Wie hier war die Akzeptanz der WürzburgerInnen auch beim Erhöhen des Bierpreises nicht sehr hoch. Steine flogen. Zum gemeinsamen Wurf traf sich die Stadt auch, als Lola Montez, „Liebchen&quot; des bayerischen Königs Ludwig I. den Würzburger Hofgarten zum Gassi gehen mit ihrem Hund aussuchte. Nachdem der Würzburger Wachmann, wohl mit den Worten „ned mid der Döle&quot;, versuchte ihr den Eintritt samt Vierbeiner zu verwehren, antwortete sie händisch und gab ihm eine Ohrfeige. Als man sah, wie sich die als schroff und aufmüpfig bekannte irische Tänzerin gegenüber der Würzburger Autorität verhielt, wurde nicht lange gefackelt und samt Fackel gegen ihre Bleibe gezogen. Wolfgang Jung berichtet von einem armen Bediensteten, der in dicke Laken gepackt und mit einer Kutsche aus der Bleibe Montez geschickt wurde. Steine und Schimpfworte flogen. Der Knecht blieb unverletzt und die WürzburgerInnen feierten ihren Sieg über das „Liebchen des Königs&quot;. Sie selbst verlies nachts still und heimlich über unbekannte Wege die Domstadt und schrieb, dass sie froh war, lebendig aus Würzburg gekommen zu sein. Weiter zum Neumünster und ein kurzer Exkurs über das Fälschen von Urkunden – denn es fiel den Bischöfen ein, dass es keine rechtskräftigen Dokumente gab, die ihr Bischofsein in und über Würzburg festigten – weiter zur Statue von Julius Echter. Auf dem Weg erzählt der durch seinen Vollbart und dunkle Mütze fast friesisch wirkende Franke vom „dada&quot;. Die Strömung, bzw. der „dada&quot; schrieb Briefe an Stadtrat und Bischoff. Ersterer wurde mit sofortiger Wirkung abgesetzt und Letzterem offeriert, dass Gott beim Poker den Würzburger Dom verloren hätte und dieser nun sofort zu räumen sei. Die findige Idee der WerkstattBühne schlug sogar bis in Sitzungen des Landtags und sorgte bei allen Nicht-MandatsträgerInnen für heitere Stunden.</p><p>Bei Echter angekommen schildert Jung unverblümt die Grausamkeit und das Forsche Vorgehen des Namensgebers eines hiesigen Weißbiers. Durch die Androhung von Mord erlangte er die Schirmherrschaft über Fulda und ließ zahllose „Hexen&quot; und „Zauberer&quot; verbrennen. „Im Schnitt gab es wohl keine Familie zur damaligen Zeit, die in ihre Sippe keine Verluste zu verzeichnen hatte&quot;, so Jung. Während der letzte blutige Krawall der WürzburgerInnen 1525 von statten ging, lies sich Echter nicht lang bitten, mit Gewalt eigene Interessen durchzusetzen. Was zum Teil mit guten Gedanken begann, endete im Falle des Juliusspitals mit einem Bau auf einem jüdischen Friedhof. Als „spartanisch lebender Frauenfeind&quot; beschreibt Wolfang Jung den heute angesehenen Mespelbrunner. Im Rückblick kann man ihn jedoch als Wegbereiter des 30-jährigen Krieges nennen, denn als Anführer der katholischen Liga – und vor allem durch seine strickt katholische Politik – war seine Person gefürchtet und nicht gerade angesehen bei Zeitgenossen. Die geplanten 90 Minuten sind verstrichen, doch die letzte Station in der Pleich wartet – und ein Nazijäger lauert. Elmar Herterich sein Name. Der Nervenarzt sorgt für brisanten Stoff. Er zeigt auf, dass eine reihe honoriger Würzburger eine aktive NS-Zeit hinter sich haben und entlarvt so Verwaltungsgerichtspräsident Rudolf Schiedermaier als Reichsleiter der Stelle „Gesetzgebung&quot; im Rassenpolitischen Amt der NSDAP. Der Generalstaatsanwalt Karl Klob als erster Staatsanwalt eines NS-Sondergerichts und Landesgerichtsdirektor Georg Eisert als Vollstreckungsleiter bei Hinrichtungen am Volksgerichtshof überführt er ebenfalls. Stadtrat und Vorsitzender der Kronprinz Rupprecht von Bayern-Stiftung, Adalbert Wolpert, überführt er als Vertrauten des NS-Gauleiters Otto Hellmuth. Herterich entdeckt zudem die Dissertation des Würzburger Oberbürgermeisters Zimmerer. In dieser stellt er eine Rassetheorie auf und bekennt sich mit den Worten „Da es eine wertfreie Wissenschaft nicht gibt, muss auch jede wissenschaftliche Arbeit ihre weltanschaulichen Fundamente aufzeigen. Diese fußen für uns vor allem im Buch des Führers ,Mein Kampf' und im Programm der NSDAP.&quot; zu seiner These: „Das rassische Denken muss naturgemäß den größten Einfluss auf die Gestaltung des Staates und seiner Einrichtungen haben. Mit der Anerkennung der ewigen Gesetze der Vererbung und Auslese erhalten auch die Begriffe Staat und Volk einen biologischen Bestandteil.&quot; Während Zimmerer mit diversen Rechtfertigungen reagierte, zitiert die Süddeutsche Zeitung in den 60ern seine eigene Gegendarstellung: „Ein ehrenhafter Mann kann – weiß Gott – in seiner Jugend radikalen Unsinn gemacht haben und trotzdem zu politischer Tauglichkeit aufwachsen.&quot; Am ärgsten trifft der Zorn der Braunen den Nazijäger Herterich selbst. Am 10. Januar 1963 zerschlagen Kugeln ein Fenster seiner Wohnung in der Gertraudgasse 3 – Schütze unbekannt. Herterich hat derweil bis zu 80 Verfahren gleichzeitig am Hals und Würzburger Richter verurteilen ihn zu Gefängnisstraßen. Dazu meint der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der selbst NS-Verbrecher aufspürte: Würzburg werde „von einer nazistischen Clique terrorisiert&quot;, die Nazis hätten die erste Runde gewonnen. Die gesamte Medienlandschaft berichtet. Zimmerer bleibt im Amt. Eine Stadt, geprägt und gezeichnet von Ereignissen, Strömungen und vor allem den Menschen die darin leben. Mia san mia, sagen die Bayern. Danke, sagt Wolfgang Jung und verabschiedet sich.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-41516</guid><pubDate>Tue, 21 May 2013 12:07:01 +0200</pubDate><title>Podiumsdiskussion zur europäischen Flüchtlingspolitik in der Würzburger KHG</title><link>https://www.khg-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/na-detail/ansicht/podiumsdiskussion-zur-europaeischen-fluechtlingspolitik-in-der-wuerzburger-khg/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[

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<p><strong>Sterben im Mittelmeer</strong><br />Podiumsdiskussion zur europäischen Flüchtlingspolitik in der Würzburger KHG</p><p>Dass die Empfindung von Lebensqualität immer eine Frage der Wahrnehmung ist, zeigt sich an der aktuellen Diskussion um die Lage in Europa. Wirtschaftskrise und Unzufriedenheit mit der politischen Führung bestimmen die Schlagzeilen in vielen europäischen Ländern. Dennoch steht unser Kontinent für zahllose Menschen aus Krisenregionen als mögliche Rettung vor Armut und Verfolgung. Bei der Frage, wie wir mit diesen Schicksalen umgehen, welche Verantwortung wir tragen und welche Chancen und Grenzen bei der Aufnahme von Flüchtlingen bestehen, werden kontroverse Standpunkte vertreten. Ob die „Festung Europa“ eine dauerhafte und humanitär vertretbare Lösung für die Zukunft sein kann, war Thema bei einer Podiumsdiskussion in der Würzburger KHG. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe „Würzburg feiert 40 Jahre Europapreis“ statt.</p><p>Nicht zufällig stieß dieser Gesprächsabend gerade in Würzburg auf ein großes Publikumsinteresse. Der Hungerstreik iranischer Flüchtlinge im vergangenen Jahr hat die Öffentlichkeit für dieses Thema in der Stadt ebenso sensibilisiert, wie das mutige Kirchenasyl auf Initiative der KHG: Vor einem Jahr gewährte die Hochschulgemeinde einem äthiopischen Flüchtling Schutz. Im Dezember konnte das Kirchenasyl erfolgreich beendet werden. Zudem versucht der Asyl-AK seit drei Jahrzehnten Betroffenen in der Gemeinschaftsunterkunft eine Hilfe zu sein und ihre Not in der Fremde zu lindern. Um auch die großen Zusammenhänge darzulegen und sich Ursachen und Möglichkeiten bewusst zu werden, hatte die KHG zum Gespräch eingeladen. Moderator des Themenabends war Hochschulpfarrer Burkhard Hose.</p><p>Die Gäste des Abends sprachen zwar aus verschiedenen Erfahrungsbereichen über Schicksale von Flüchtlingen, waren sich aber in einem Punkt sofort einig: Europa kann in Zukunft keine Festung bleiben, sondern muss sich der Welt öffnen. </p><p>Karl Kopp, Europareferent von „Pro Asyl“ beklagte das moralische Defizit der Europäer. Den Aufnahmestaaten ginge es im Grunde nur darum, die Flüchtlinge schnell weiterzuschieben, um selbst keine Verantwortung tragen zu müssen. „Von der Lösung der eigentlichen Fragen entfernen wir uns immer mehr.“ Wie schließlich mit den ungebetenen Gästen von Seiten der Behörden umgegangen wird, wusste Seelsorger des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes Dieter Müller zu berichten. Die Menschen irren umher und dort, wo sie zunächst bleiben dürfen, werden sie „in den Keller gesperrt“, sodass sie sofort wieder weg möchten. Mit diesem Bild beschrieb Müller die zugige und abweisende „Festung Europa“, wie er sie im Gespräch mit Flüchtlingen immer wieder kennenlernt. </p><p>Abay Kiros hat genau das selbst erlebt und versucht, seine Rolle als Flüchtling gar nicht erst wahrzunehmen. „Ich wusste, dass andere mich so sehen, aber durch die Ablehnung bin ich stark geworden.“ Nicht jeder hat so viel Persönlichkeit, eine Reise ins Ungewisse so zu bewältigen. Wie ernüchternd die Erfahrungen im Alltag sein können, wenn man sich mit Schicksalen von Flüchtlingen beschäftigt, erlebt Mirjam von Bibra, Mitglied des Asyl AK und Ärztin beinahe täglich. Ihre Reaktion darauf ist allerdings nicht Resignation, sondern der Wunsch, gemeinsam noch mehr Engagement zu zeigen. Und das kann sogar noch im Rentenalter richtig losgehen: Stefan Schmitt entschied sich am Ende seines Berufslebens als Schiffskapitän der Cap Anamur für humanitäre Einsätze in See zu stechen. Unfreiwillig wurde er zum Helden und Angeklagten, als er schiffbrüchige Flüchtlinge aufnahm und unerlaubterweise in Italien an Land brachte. Während er von allen Seiten Anerkennung erfuhr, wurde ihm der Prozess gemacht. Als Flüchtlingsbeauftragter für Schleswig-Holstein ist er seiner Idee treu geblieben.</p><p>„Europa lässt die Menschen sterben“, fasste Kopp den Kern des Problems zusammen. Es gelte die Devise, wegzuschauen, statt aktiv zu helfen. Die politische Idee, humanitäre Lager vor Ort zu errichten, sei nicht realistisch. Der einzige Weg, das vorprogrammierte Sterben zu verhindern, sei eine legale Einreisemöglichkeit nach Europa. </p><p>Besonders kritisch setzten sich die Podiumsteilnehmer mit FRONTEX auseinander. Sie sahen in dieser Art des Grenzschutzes eine „saubere Art der Kriegsführung“, die Behörden aller europäischen Länder in die Pflicht nimmt. Mit einem riesen Etat wird dafür gesorgt, eine immer größere Zahl von Menschen abzufangen und abzuschieben, während für die Aufnahme und Versorgung der Flüchtlinge kaum Gelder zur Verfügung stehen.</p><p>Auch im Gespräch mit dem Publikum war die Leitlinie des Abends eindeutig: Wir brauchen ein Europa der offenen Türen mit legaler Einwanderung. Diese gemeinsame Position aller Podiumsteilnehmer ist allerdings weit entfernt von der politischen Realität und der Haltung der Entscheidungsträger. Hoffnung auf Bewegung in dieser Frage machen das ungebrochene Interesse für die Flüchtlingsproblematik sowie das Engagement vieler Aktivisten: Sei es eine couragierte Schiffscrew auf dem Mittelmeer oder der Asyl-AK in der Würzburger KHG.</p><p>Jan Weismantel</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category></item></channel></rss>